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== Überblick == === Worum geht es? === In bürgerlichen, aber auch in marxistischen Kreisen gibt es oft die Position, der Faschismus sei das Gegenmodell zur bürgerlichen Demokratie. Es wird eine grundsätzliche Differenz zwischen bürgerlicher Demokratie und Faschismus angenommen. In der bürgerlichen Demokratie gäbe es zwar auch einen kapitalistischen Staat, aber immerhin demokratische Spielregeln und Formen, an die sich die bürgerliche Klasse halte und die der Arbeiterklasse bestimmte Spielräume lasse. Die bürgerliche Demokratie müsse deswegen verteidigt werden. Damit zusammenhängend ist die Vorstellung, dass der Faschismus als Herschaftsform nur von einem Teil der Kapitalistenklasse favorisiert wird. Ein Bündnis mit dem „demokratischen“ Teil der Bourgeoisie kann daraus abgeleitet werden. Das Verständnis vom Faschismus als eine der bürgerlichen Demokratie entgegengesetzte Herrschaftsform der Bourgeoisie öffneten und öffnen bis heute Tür und Tor für illusionäre Vorstellungen über das Wesen des imperialistischen Staates und seiner Diktatur über die ausgebeutete Klasse (siehe [[Strategie der Übergänge]]). === Geschichte === Zentraler Bezugspunkt für die Gegenüberstellung von Faschismus und Demokratie sind die Diskussionen und Beschlüsse des 7.Weltkongresses der KomIntern und die dort beschlossene Taktik der Volksfront. Diese Taktik umfasste die, unter genauen Bedingungen definierte, Möglichkeit einer gemeinsamen Regierungsbildung zwischen der kommunistischen und sozialdemokratischen Partei. Auch wenn die Sozialdemokratie weiterhin als bürgerliche Partei begriffen wurde, sollte dennoch ein Bündnis zwecks des Abwehrkampfs gegen den Faschismus und für die (Wieder-)Errichtung einer bürgerlich-demokratischen Ordnung gebildet werden können. Die Volksfrontpolitik war das Ergebnis der Umorientierung auf einen antifaschistisch-demokratischen Kampf, welcher vorerst im Rahmen der kapitalistischen Ordnung im Bündnis mit bürgerlichen Kräften stattfinden sollte. Zwar wurde diese Taktik bereits 1939 von der KomIntern selbst wieder zurückgenommen <ref>Vgl. Stoodt, Hans Christoph: Was ist ein breites Bündnis, 2016, URL: http://news.dkp.suhail.uberspace.de/2017/02/was-ist-ein-breites-buendnis/ (04.01.2019). </ref>, jedoch wurde die Volksfrontpolitik und die Neuausrichtung der Einheitsfrontpolitik im Anschluss an den VII. Weltkongress von großen Teilen der kommunistischen Bewegung als neue strategische Grundlinien behandelt. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde in Ostdeutschland von Kommunisten und Sozialdemokraten die Vereinigungspartei SED gegründet, in Westdeutschland rief die KPD 1945 in ihrem Gründungsaufruf zu einem Block aller demokratischen Parteien für ein antifaschistisch-demokratisches Deutschland auf. Unter diesen demokratischen Parteien wurden auch jene gefasst, die den Faschismus mitverschuldet hatten <ref>Spanidis, Thanasis: Der VII. Weltkongress und seine Folgen, 2017, URL: https://kommunistische.org/diskussion/der-vii-weltkongress-der-komintern-und-seine-folgen/ (04.01.2019). </ref>. Auch wenn es dazu nicht kommen sollte und die KPD stattdessen verboten wurde, knüpfte die neukonstituierte DKP in ihrem Gründungsprogramm an diese Ausrichtung an. In diesem wurde betont, dass die DKP auf dem <q>Boden der demokratisch freiheitlichen Grundordnung</q> stehe und ihren Beitrag leisten wollen, diese gemeinsam mit anderen demokratischen Parteien zu verteidigen <ref>Zitiert nach ebd.</ref>. Auch in dem in Mannheim beschlossenen Programm von 1978 kommt immer wieder das Motiv der <q>Verteidigung der Demokratie</q> vor <ref>DKP: Protokoll des Mannheimer Parteitags der Deutschen Kommunistischen Partei, 1978 Mannheim. </ref>. In der bürgerlichen Demokratie wurde nicht mehr nur eine versteckte Form kapitalistische Diktatur gesehen, sondern ein fortschrittlicher Rahmen, welcher den Kampf um den Sozialismus ermögliche. Dies ging bis zu der Vorstellung, dass der Kampf für die bürgerliche Demokratie im Rahmen einer <q>Strategie der Übergänge</q> selbst bereits ein Zwischenschritt auf dem Weg Sozialismus sei. Die sogenannte [[„Antimonopolistische Demokratie“ (DKP)|Antimonopolistische Demokratie]] wird bis heute in der DKP u.a. mit Verweis auf den 7.Weltkongress abgeleitet<ref>Vgl. u.a. Lloyd 2016; Stoodt 2017.</ref>. Ebenso und in Zusammenhang mit dieser werden "Breite Bündnisse“ und insbesondere eine [[Sozialdemokratie als Kraft des Fortschritts|Zusammenarbeit mit der Sozialdemokratie]] argumentiert. All diesen praktischen Schlussfolgerungen liegt die inhaltliche Formel <q>Kampf dem Faschismus – Kampf für Demokratie</q> zugrunde.
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