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==Historische Vorläufer der Diskussion== Historisch bedeutend für den Begriff des Entrismus war die historische Situation in Frankreich Anfang der 30er Jahre. Zu dieser Zeit gab es in Frankreich eine kleine trotzkistisch ausgerichtete Gruppe von ca. 100 Mitgliedern (Ligue Communiste), die wenig Einfluss auf die Arbeiterklasse hatte und die große sozialdemokratische Partei (SFIO). Vor diesem Hintergrund schlug Trotzki die Taktik vor, in die SFIO einzutreten und diese von innen heraus zu revolutionieren. Die Anhänger der Ligue Communiste traten in die SFIO ein und bildeten dort die Groupe Bolchevik-Léniniste (GBL). Trotzki stellte die Taktik des Entrimus unter zwei wichtige Grundsätze, die innerhalb der trotzkistischen Bewegung umstritten waren: Der Entrismus sollte nur ein kurzfristiges Mittel darstellen und nicht dazu führen, sich von den eigenen politischen Grundsätze im Kampf gegen den Reformismus zu verabschieden. Trotzki äußerte dazu Folgendes: {{Zitat|Der vorübergehende Eintritt in die SFIO oder selbst in die Kuomintang ist kein Verbrechen an sich. Doch muss man wissen, nicht nur wie man eintritt, sondern auch wie man austritt. Wenn man an einer Organisation weiter hängt, die proletarische Revolutionäre nicht länger bei sich dulden kann, wird man notwendigerweise ein jämmerliches Instrument des Reformismus, des Patriotismus und des Kapitalismus.|Trotzki, zitiert nach: https://www.communist-union.org/el/1968-02/der-aufbau-einer-revolutionaren-partei-und-die-taktik-des-entrismus-ubersetzt-aus-lutte-de}} Innerhalb der GBL gab es unterschiedliche Positionen, als die Angriffe der sozialdemokratischen Führung der SFIO gegenüber der trotzkistisch ausgerichteten Teile zunahmen: Einige Führungsmitglieder der GBL ordneten sich den Prinzipien der SFIO unter, um länger in der Partei bleiben zu können. Sie veränderten ihr Grundsatzprogramm, mit dem sie in die SFIO eingetreten waren, um weiter in der Partei bleiben zu können. Trotzki erwiderte darauf: {{Zitat|Der Entrismus in fremde und sogar feindliche Organisationen regt nicht nur neue Möglichkeiten an, sondern birgt auch Gefahren. Nur grundkonservative Dickköpfe können behaupten, dass der Entrismus auf jeden Fall abzulehnen ist. Aber den Entrismus als Gegenmittel gegen alle Probleme benutzen zu wollen, führt unausweichlich an die Grenzen des Verrats, wie uns das französische Beispiel gerade zu beobachten und zu erleben die Gelegenheit bietet.|Trotzki, zitiert nach: https://www.communist-union.org/el/1968-02/der-aufbau-einer-revolutionaren-partei-und-die-taktik-des-entrismus-ubersetzt-aus-lutte-de}} Ein Teil der französischen Trotzkisten bereiteten damit dem sogenannten „Entrismus sui generis“ den Weg, der sich v.a. Anfang der 50er Jahre durchsetzte. Dieses Konzept ging davon aus, dass der dritte Weltkrieg zwischen der UdSSR und der imperialistischen Gegenseite kurz bevorstehe und keine Zeit sei, eigenständige Organisationen aufzubauen. Es wurde die Losung ausgegeben, sich in bereits vorhandene Parteien zu integrieren, um so Einfluss auf die Arbeiterklasse nehmen zu können. Anders als die französischen Trotzkisten, die 1934 mit einem eigenen Grundsatzprogramm in die SFIO eingetreten waren, sollte der Eintritt jetzt verdeckt geschehen, um einen möglichen Parteiausschluss zu vermeiden. Zudem sollte der Entrismus nicht kurzfristig angewendet werden, sondern langfristige Taktik sein. In einer Ausgabe der Quatrième Internationale war dazu Folgendes zu lesen: {{Zitat|Heute geht es nicht um die gleiche Art von Entrismus. Wir treten nicht in diese Parteien ein, um sie wieder gleich zu verlassen. Wir treten für eine lange Zeit ein, da wir auf die sehr wahrscheinliche Möglichkeit setzen, dass diese Parteien unter geänderten Umständen zentristische Tendenzen entwickeln werden, die in den jeweiligen Ländern an der Spitze einer ganzen Etappe der Massenradikalisierung und des objektiven revolutionären Prozesses stehen werden.|https://www.communist-union.org/el/1968-02/der-aufbau-einer-revolutionaren-partei-und-die-taktik-des-entrismus-ubersetzt-aus-lutte-de}} Bereits bevor die Taktik des Entrismus so explizit formuliert war, gab es Gegenpositionen dazu. So sprachen sich sowohl Marx und Engels als auch Lenin für eine unabhängige und eigenständige Arbeiterpartei aus. Sie forderten die Eigenständigkeit der Partei, die eine eigene klassenbewusste Politik macht. In der Beteiligung an reformistischen Parteien sahen sie die Gefahr, die eigene politischen Ziele nicht konsequent erreichen zu können und die Macht der Arbeiterbewegung zu schwächen. {{Zitat|Die Arbeiterpartei als politische Partei existiert schon in den meisten Ländern. […] Die Praxis des wirklichen Lebens, die politische Bedrückung, der die bestehenden Regierungen die Arbeiter aussetzen - sei es zu politischen, sei es zu sozialen Zwecken -, zwingt die Arbeiter in die Politik, ob sie wollen oder nicht. […] Wir wollen die Abschaffung der Klassen. Was ist das Mittel, um dahin zu gelangen? Die politische Herrschaft des Proletariats. […] die Politik, auf die es ankommt, muß eine proletarische Politik sein; die Arbeiterpartei darf sich nicht als Schwanz irgendwelcher Bourgeoisparteien, sondern muß sich vielmehr als unabhängige Partei konstituieren, die ihr eignes Ziel, ihre eigne Politik hat.|Engels, Friedrich: Über die politische Aktion der Arbeiterklasse (1871), in: Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED: Karl Marx Friedrich Engels Werke Band 17, Berlin 1962, S. 416-417.}}
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