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== Entwicklung des Opportunismus und Spaltung der Arbeiterbewegung == ''' Schlagworte ''' Sozialdemokratie, Opportunismus, Sozialchauvinismus, II. Internationale ''' Annahme 1 ''' * Die Führer der II. Internationale hätten die Möglichkeit gehabt, gegen die Kriegskredite vor dem 1. WK zu stimmen und stattdessen revolutionäre Aktionen zu organisieren. Darin besteht der historische Verrat der sozialdemokratischen Führer der II. Internationale In ''Der Zusammenbruch der II. Internationale'', verfasst im Sommer 1915, setzte sich Lenin mit der Spaltung der II. Internationale und dem Verrat der wichtigsten sozialdemokratischen Arbeiterparteien Europas durch ihre Zustimmung zum Krieg auseinander: {{Zitat|Die Massen hatten bei dem Verrat ihrer Führer im kritischen Augenblick keine Möglichkeit, etwas zu tun; die ‚Handvoll‘ dieser Führer aber hatte vollauf die Möglichkeit und die Pflicht, gegen die Kredite zu stimmen, gegen den ‚Burgfrieden‘ und gegen die Rechtfertigung des Krieges aufzutreten, sich für die Niederlage der eigenen Regierungen zu erklären, einen internationalen Apparat für die Propaganda der Verbrüderung in den Schützengräben einzurichten, illegale Literatur herauszugeben, die die Notwendigkeit des Übergangs zu revolutionären Aktionen propagierte, usw.| Lenin, Wladimir Iljitsch: Der Zusammenbruch der II. Internationale (1915), in: Bd. 21: Lenin Werke, Berlin/DDR 1960, S. 235-236.}} * Sozialchauvinismus ist die Rechtfertigung des imperialistischen Krieges im Namen der Vaterlandsverteidigung und die Zurückstellung des Klassenkampfes gegen die eigene Bourgeoisie * Der politisch-ideologische Inhalt des Sozialchauvinismus deckt sich mit den Grundlagen des Opportunismus. Diese sind im Wesentlichen die Zusammenarbeit der Klassen * Unter den Bedingungen des Krieges wird die opportunistische Strömung zur sozialchauvinistischen * Der Opportunismus bedeutet den Verrat an den Interessen der Massen durch ein Bündnis einer Minderheit der Arbeiter mit der Bourgeoisie * Die materielle Grundlage hierfür hat die relativ friedliche Entwicklungsphase des Kapitalismus hervorgebracht, welcher einem Teil der Arbeiterklasse eine privilegierte Stellung ermöglicht hat und sie so „verbürgerte“ * Die Bestechung mithilfe von Extraprofiten Arbeiteraristokratie („Bürokratie“, „Kleinbürger“) von dem Leben und Elend dem Großteil der Arbeiterklasse entfremdet * Diese Schicht bildet die „ökonomische Grundlage des Sozialimperialismus“ * Der Opportunismus, also der Sozialchauvinismus, ist eine bürgerliche Eiterbeule innerhalb der sozialistischen Parteien * Die Spaltung der II. Internationale in revolutionäre und opportunistische Teile entspricht nun vor dem Krieg der Spaltung des „sozialistischen“ Lagers in Chauvinisten und Internationalisten * Die Opportunisten sind die politischen Agenten der Bourgeoisie in der Arbeiterbewegung {{Zitat|1. Woher kommt der Sozialchauvinismus? 2. Was hat ihm Kraft verliehen? […] Unter Sozialchauvinismus verstehen wir die Anerkennung der Idee der Vaterlandsverteidigung im jetzigen imperialistischen Krieg, die Rechtfertigung des Bündnisses der Sozialisten mit der Bourgeoisie und den Regierungen der „eigenen" Länder in diesem Krieg, den Verzicht auf die Propagierung und Unterstützung proletarisch-revolutionärer Aktionen gegen die „eigene" Bourgeoisie usw. Es ist ganz offensichtlich, daß der grundlegende ideologisch-politische Inhalt des Sozialchauvinismus sich mit den Grundlagen des Opportunismus durchaus deckt. Das ist ein und dieselbe Strömung. Unter den Verhältnissen des Krieges von 1914/1915 wird der Opportunismus eben zum Sozialchauvinismus. Das Wesentliche am Opportunismus ist die Idee der Zusammenarbeit der Klassen. Der Krieg führt diese Idee bis zu Ende, wobei er zu den üblichen Faktoren und Stimuli eine ganze Reihe von außerordentlichen hinzufügt, da er die kleinbürgerliche und zersplitterte Masse durch besondere Drohungen und Gewaltanwendung zur Zusammenarbeit mit der Bourgeoisie zwingt: dieser Umstand vergrößert natürlich den Kreis der Anhänger des Opportunismus und erklärt vollauf das überlaufen vieler gestriger Radikaler in dieses Lager. <br /> <br /> Opportunismus bedeutet, daß die grundlegenden Interessen der Masse den vorübergehenden Interessen einer verschwindenden Minderheit von Arbeitern zum Opfer gebracht werden oder, anders ausgedrückt, daß ein Teil der Arbeiter mit der Bourgeoisie ein Bündnis gegen die Masse des Proletariats eingeht. Der Krieg macht dieses Bündnis besonders anschaulich und zwingend. Der Opportunismus wurde im Laufe von Jahrzehnten durch die Besonderheiten jener Entwicklungsepoche des Kapitalismus hervorgebracht, in der die verhältnismäßig friedliche und zivilisierte Existenz einer Schicht privilegierter Arbeiter diese „verbürgerte", ihnen Brocken von den Profiten des eigenen nationalen Kapitals zukommen ließ und sie von dem Elend, den Leiden und den revolutionären Stimmungen der verelendeten und bettelarmen Masse losriß. Der imperialistische Krieg bedeutet eine direkte Fortsetzung und Krönung dieser Lage der Dinge, denn er ist ein Krieg um die Privilegien der Großmachtnationen, um die Neuaufteilung der Kolonien unter ihnen, um ihre Herrschaft über die anderen Nationen. Die privilegierte Stellung einer „Oberschicht" von Kleinbürgern oder der Aristokratie (und Bürokratie) der Arbeiterklasse behaupten und festigen – das ist die natürliche Fortsetzung der kleinbürgerlich- opportunistischen Hoffnungen und der entsprechenden Taktik während des Krieges, das ist die ökonomische Grundlage des Sozialimperialismus unserer Tage. <br /> <br />[…] Der Krieg hat den in Jahrzehnten gezüchteten Opportunismus modifiziert, ihn auf eine höhere Stufe gehoben, die Zahl und die Mannigfaltigkeit seiner Schattierungen vergrößert, die Reihen seiner Anhänger vermehrt, ihre Argumentation um einen Haufen neuer Sophismen bereichert, sozusagen dem Hauptstrom des Opportunismus viele neue Bäche und Rinnsale zugeführt – der Hauptstrom aber ist nicht verschwunden. Im Gegenteil. Der Sozialchauvinismus ist Opportunismus, der so ausgereift ist, daß das fortbestehen dieser bürgerlichen Eiterbeule innerhalb der sozialistischen Parteien unerträglich geworden ist. […] Erstens ist die ökonomische Grundlage des Chauvinismus und des Opportunismus in der Arbeiterbewegung ein und dieselbe: das Bündnis der zahlenmäßig geringen Oberschichten des Proletariats und des Kleinbürgertums, für die Brocken von den Privilegien „ihres" nationalen Kapitals abfallen, gegen die Masse der Proletarier, die Masse der Werktätigen und Unterdrückten überhaupt. Zweitens ist der ideologisch-politische Inhalt beider Strömungen ein und derselbe. Drittens entspricht die alte, der Epoche der II. Internationale (1889-1914) eigentümliche Scheidung der Sozialisten in eine opportunistische und in eine revolutionäre Strömung im großen und ganzen der neuen Scheidung in Chauvinisten und Internationalisten.| Lenin, Wladimir Iljitsch: Der Zusammenbruch der II. Internationale (1915), in: Bd. 21: Lenin Werke, Berlin/DDR 1960, S. 237-240.}} * Der Opportunismus ist das soziale Produkt seiner Epoche * Der Opportunismus wurde durch den Legalismus gezüchtet. D.h. dem Ausweichen vor dem Übergang zur illegalen Arbeit der Arbeiterparteien ab 1914 in der Krise durch das Bündnis mit der Bourgeoisie {{Zitat|Alle stimmen darin überein, daß der Opportunismus kein Zufall, keine Sünde, kein Fehltritt, kein Verrat einzelner Personen ist, sondern das soziale Produkt einer ganzen historischen Epoche. Aber nicht jeder macht sich die ganze Bedeutung dieser Wahrheit klar. Der Opportunismus wurde durch den Legalismus gezüchtet. Die Arbeiterparteien der Epoche von 1889 bis 1914 mußten die bürgerliche Legalität ausnutzen. Als die Krise hereinbrach, mußte man zur illegalen Arbeit übergehen (ein solcher Übergang ist aber nicht anders möglich als mit dem größten Aufwand von Energie und Entschlossenheit, verbunden mit einer ganzen Reihe von Kriegslisten). Um diesen Übergang zu verhindern, genügt ein Südekum, denn hinter ihm steht, historisch-philosophisch gesprochen, die ganze „alte Welt" - denn dieser Südekum hat, praktisch-politisch gesprochen, der Bourgeoisie stets alle Kriegspläne ihres Klassenfeindes ausgeliefert und wird sie ihr stets ausliefern.| Lenin, Wladimir Iljitsch: Der Zusammenbruch der II. Internationale (1915), in: Bd. 21: Lenin Werke, Berlin/DDR 1960, S. 243.}}
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