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Kader- oder Massenpartei
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=== KPdSU=== Lenin spricht sich in der Auseinandersetzung mit den Menschewiki um den Charakter der Partei, im Gegensatz zum Charakter von Gewerkschaften, für ein möglichst enges Verständnis von Parteimitgliedschaft aus: {{Zitat|1=Die Organisation der Revolutionäre [...] muß vor allem und hauptsächlich Leute erfassen, deren Beruf die revolutionäre Tätigkeit ist (darum spreche ich auch von der Organisation der Revolutionäre, wobei ich die revolutionären Sozialdemokraten im Auge habe). [...] Diese Organisation muß notwendigerweise nicht sehr umfassend und möglichst konspirativ sein.|2=<ref>Lenin, Wladimir Iljitsch: Was tun? (1902), in: Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der KPdSU: W.I. Lenin Werke Band 5, Berlin/DDR 1955, S.468.</ref>}} In folgendem Zitat von Lenin wird im Punkt 4 von einer konkret historischen Situation gesprochen, von insgesamt fünf Argumenten die für eine „festgefügte Organisation von Berufsrevolutionären“ sprechen: {{Zitat|1=Unter den ,Schlauköpfen‘ sind, wie ich schon wiederholt betont habe, in organisatorischer Beziehung nur die Berufsrevolutionäre zu verstehen, einerlei, ob sie sich aus Studenten oder Arbeitern hierzu entwickeln. Und nun behaupte ich: 1. Keine einzige revolutionäre Bewegung kann ohne eine stabile und die Kontinuität wahrende Führerorganisation Bestand haben; 2. je breiter die Masse ist, die spontan in den Kampf hineingezogen wird, die die Grundlage der Bewegung bildet und an ihr teilnimmt, um so dringender ist die Notwendigkeit einer solchen Organisation und um so fester muss diese Organisation sein (denn um so leichter wird es für allerhand Demagogen sein, die unentwickelten Schichten der Masse mitzureißen); 3. eine solche Organisation muss hauptsächlich aus Leuten bestehen, die sich berufsmäßig mit revolutionärer Tätigkeit befassen; 4. je mehr wir die Mitgliedschaft einer solchen Organisation einengen, und zwar so weit, dass sich an der Organisation nur diejenigen Mitglieder beteiligen, die sich berufsmäßig mit revolutionärer Tätigkeit befassen und in der Kunst des Kampfes gegen die politische Polizei berufsmäßig geschult sind, um so schwieriger wird es in einem autokratischen Lande sein, eine solche Organisation ,zu schnappen‘, und 5. um so breiter wird der Kreis der Personen aus der Arbeiterklasse und aus den übrigen Gesellschaftsklassen sein, die die Möglichkeit haben werden, an der Bewegung teilzunehmen und sich in ihr aktiv zu betätigen.|2=<ref>Lenin, Wladimir Iljitsch: Was tun? (1902), in: Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der KPdSU: W.I. Lenin Werke Band 5, Berlin/DDR 1955, S.480f. </ref>}} In folgenden begründet Lenin seine Vorstellung des Aufbaus einer Partei ausgehend von den bisher existierenden losen Zirkeln: {{Zitat|1=Der allgemeine Typus der Organisation muß also meines Erachtens folgender Art sein: An der Spitze der gesamten örtlichen Bewegung, der gesamten örtlichen sozialdemokratischen Arbeit steht das Komitee. Von ihm gehen folgende, ihm untergeordnete Einrichtungen und Zweigstellen aus: erstens ein Netz ausführender Agenten, das (nach Möglichkeit) die ganze Arbeitermasse erfaßt und in Form von Bezirksgruppen und Betriebs-(Fabrik-) Unterkomitees organisiert ist. Dieses Agentennetz wird in friedlichen Zeiten Broschüren, Flugblätter, Aufrufe und konspirative Mitteilungen des Komitees verbreiten, in Zeiten des Kampfes Demonstrationen und ähnliche kollektive Aktionen veranstalten. Zweitens gehen von dem Komitee alle möglichen Zirkel und Gruppen aus, die im Dienste der Gesamtbewegung stehen (Propaganda, Transport, allerhand konspirative Unternehmungen usw.). Alle Gruppen, Zirkel, Unterkomitees usw. haben als Einrichtungen oder Zweigstellen des Komitees zu gelten. [...] Sie werden (im Auftrage des Komitees oder im Einverständnis mit ihm) bestimmte Funktionen übernehmen und sich verpflichten, die Anordnungen der Parteiorgane zu befolgen [...]|2=<ref> Lenin, Wladimir Iljitsch: Brief an einen Genossen über unsere organisatorischen Aufgaben (1902), in: LW. Bd. 6, S. 238. </ref>}} In ''Ein Schritt vorwärts, zwei zurück'' legt Lenin seine Forderungen nach einer Organisation als möglichst vereinte Teile der organisiertesten Teile der Arbeiterklasse dar: {{Zitat|1=Wenn ich sage, daß die Partei die Summe (nicht ein die einfache arithmetische Summe, sondern ein Komplex) von Organisationen sein muss [...] bringe ich damit ganz klar meinen Wunsch, meine Forderung zum Ausdruck, daß die Partei als Vortrupp der Klasse etwas möglichst Organisiertes darstelle, daß die Partei nur solche Elemente on sich aufnehme, die wenigstens ein Mindestmaß an Organisiertheit ermöglichen.|2=<ref> Lenin, Ein Schritt vorwärts, zwei zurück (1904), in: LW Bd. 7, Berlin 1976, S. 254f. </ref>}} Und begründet, dass: {{Zitat|1=[...] je stärker unsere Parteiorganisationen sein werden, denen wirkliche Sozialdemokraten angehören, je weniger Wankelmütigkeit und Unbeständigkeit es innerhalb der Partei geben wird, um so breiter, vielseitiger, reicher und fruchtbarer wird der Einfluß der Partei auf die sie umgebenden, von ihr geleiteten Elemente der Arbeitermaßen sein. [...].|2=<ref>Ebenda, S. 257. </ref>}} Die Grad der Bewußtheit der Arbeiter ist für ihn die Voraussetzung für die Aufnahme in der Partei: {{Zitat|1=Gerade weil ein Unterschied im Grad der Bewußtheit und im Grad der Aktivität besteht, muß auch ein Unterschied im Grad der Nähe zur Partei gemacht werden. [...] Es würde bedeuten, nur sich selbst zu betrügen, (wollte man den Unterschied zwischen dem Vortrupp und all den Massen, die sich zu ihm hingezogen fühlen, vergessen, wollte man die ständige Pflicht des Vortupps vergessen, immer breitere Schichten auf das Niveau dieses Vortupps zu heben. Ja, es bedeutet, die Augen zu verschließen und all dies zu vergessen, wenn man den Unterschied zwischen denen, die der Partei angehören, und denen, die sich ihr anschließen, zwischen den bewußten und aktiven Mitgliedern und den Helfern.|2=<ref>Ebenda, S. 257f.</ref>}} In der selben Auseinandersetzung um die Annahme eines Statuts begründet Stalin, nach welchen Kriterien man sich Mitglied der Partei nennen darf und welche Rolle die Partei als Vortrupp zukommt: {{Zitat|1=Um Mitglied unserer Partei zu sein, muß man das Programm, die Taktik und die organisatorischen Ansichten der Partei verwirklichen, muß man für für diese Ansichten kämpfen; um für diese Ansichten zu kämpfen, muß man in der Parteiorganisation arbeiten und gemeinsam mit der Partei arbeiten. [...] Erst dann, wenn wir in eine der Parteiorganisationen eintreten und somit unsere persönlichen Interessen mit den der Partei verschmelzen, erst dann können wir Parteimitglieder und zugleich damit auch richtige Führer der Armee der Proletarier werden. [...] Bis zum heutigen Tag ähnelte die Partei einer gastfreundlichen patriarchalischen Familie, die bereit war, alle Sympathisierenden aufzunehmen. Nachdem unsere Partei aber zu einer zentralisierten Organisation geworden ist, hat sie das patriarchalische Gepräge abgestreift und ist restlos zu einer Festung geworden, deren Tore sich nur Würdigen öffnen. Das ist aber von großer Bedeutung. In einer Zeit, wo die Selbstherrschaft sich bemüht, das Klassenbewußtsein des Proletariats durch ,Tradeunionismus‘, Nationalismus, Klerikalismus usw. zu zersetzen, während andererseits die liberale Intelligenz hartnäckig bestrebt ist, die politische Selbstständigkeit zu ertöten und die Vormundschaft über das Proletariat zu erlangen, in einer solchen Zeit müssen wir äußerst wachsam sein und dürfen nicht vergessen, daß unsere Partei eine Festung ist, deren Tore sich nur Erprobten öffnen.|2=<ref>Stalin, Die Klasse der Proletarier und die Partei der Proletarier (1905), in: Stalin Werke Bd. 1, S. 58f. </ref>}} Im ''Kurzen Lehrgang'' von 1938 wird, in der Interpretation zu Lenins Position, die Auffassung der KPdSU wie folgt beschrieben. {{Zitat|1=Was die Struktur und Zusammensetzung der Partei selbst betrifft, so war Lenin der Auffassung, daß die Partei aus zwei Teilen bestehen muß: a.) aus einem engen Kreise ständiger leitender Kaderarbeiter, dem hauptsächlichen Berufsrevolutionäre angehören sollen, das heißt Parteiarbeiter, die von allen anderen Arbeiten, außer der Parteiarbeit, befreit sind, die über das nötige Mindestmaß theoretischer Kenntnisse, politischer Erfahrung, organisatorischer Fertigkeiten und über ein Mindestmaß der Kunst verfügen, den Kampf gegen die zaristische Polizei zu führen, der Kunst sich vor der Polizei zu verbergen, und b.) aus einem weitverzweigten Netz von Peripherie-Parteiarbeitern, aus einer zahlreichen Masse von Parteimitgliedern, die von der Sympathie Hunderttausender von Werktätigen umgeben sind und von ihnen unterstützt werden.|2=<ref>Geschichte der KPdSU (Bolschewiki) - Kurzer Lehrgang, Berlin 1946, S. 40f. </ref>}} Die ''Leitsätze'' der Kommunistischen Internationale von 1920 sagen zum Verhältnis Partei-Klasse und damit über die Breite der Aufnahme von Parteimitgliedern: {{Zitat|1=1. Die Kommunistische Partei ist ein Teil der Arbeiterklasse, und zwar der fortgeschrittenste, klassenbewußteste und daher revolutionärste. Die Kommunistische Partei wird auf dem Weg der Auslese der besten, klassenbewußtesten, selbstaufopfernden, weitsichtigen Arbeiter geschaffen. [...] [Sie] ist der organistorisch-politische Hebel, mit der der fortgeschrittenste Teil der Arbeiterklasse die gesamte Masse des Proletariats und des Halbproletariats auf den richtigen Weg lenkt. 2. Bis zu der Zeit, wo die Staatsmacht vom Proletariat erobert worden ist, und das Proletariat seine Herrschaft ein für allemal gefestigt und vor bürgerlicher Restauration gesichert hat – bis dahin wird die Kommunistische Partei in ihren organisierten Reihen nur eine Minderheit der Arbeiter haben.|2=<ref> Leitsätze über die Rolle der Kommunistischen Parteien in der proletarischen Revolution; Beschlossen vom II. Weltkongreß, Moskau, Juli/August 1920; in: Schriftreihe 1 der KPD-Aufbauorganisation: Dokumente, Analysen zur Geschichte der kommunistischen Arbeiterbewegung Bd.1: Die Bolschewisierung der KPD 1. Teil, Berlin 1970, S.9. </ref>}} An anderer Stelle fassen die ''Leitsätze'' der Kommunistischen Internationale die Aufgaben der KP und ihrer Mitglieder wie folgt zusammen: {{Zitat|1=5. Ein jeder Klassenkampf ist ein politischer Kampf. Das Ziel dieses Kampfes, der sich unvermeidlich in einem Bürgerkrieg verwandelt, ist die Eroberung der politischen Macht. Indessen kann die politische Macht nicht ergriffen, organisiert und geleitet werden, als durch irgendeine politische Partei. [...] Derselbe Klassenkampf erfordert gleichfalls die zentrale Zusammenfassung und die gemeinsame Leitung der verschiedenartigen Formen der proletarischen Bewegung. [...] Ein derartiges zusammenfassendes und leitendes Zentrum vermag nur eine politische Partei zu sein. [...]|2=<ref>Ebenda S.11f. </ref>}} Daraus ergibt sich, die unbedingte eigenständige Organisierung der Kommunisten als besondere und geschlossene Formation: {{Zitat|1=6. [...] Die Kommunisten halten für ihre wichtigste Aufgabe die systematische organisatorisch-erzieherische Arbeit innerhalb dieser weiten Arbeiterorganisationen. Aber um eben diese Arbeit erfolgreich zu gestalten, um die Gegner des revolutionären Proletariats daran zu hindern, daß sie sich dieser weiten Arbeiterorganisationen bemächtigen, müssen die fortgeschrittenen kommunistischen Arbeiter stets ihre eigene, selbstständige, geschlossene Partei bilden, die stets organisiert vorgeht [...]|2=<ref>Ebenda S.11f. </ref>}}
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