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====Innerparteilicher Machtkampf, Klassenkampf im Sozialismus oder Widersprüche eines Staatskapitalismus?==== In der bürgerlichen Literatur wird die Kulturrevolution in der Regel auf das persönliche Machtstreben Mao Zedongs reduziert. Dabei werden die materiellen Entwicklungsdynamiken bloß sporadisch untersucht. Jedoch setzen sich auch Beiträge aus der kommunistischen Bewegung nur selten systematisch mit den objektiven Bedingungen der Entwicklung des sozialistischen Chinas auseinander. Dadurch unterscheiden sich diese erheblich im Bezug auf die zentrale Konfliktlinie der Kulturrevolution sowie die dahinterstehenden Ursachen. Für Mao selbst stand die Notwendigkeit des Klassenkampfes im Vordergrund. Vereinzelte Revisionisten hätten sich in die Partei eingeschlichen und den kapitalistischen Weg einschlagen. Die Ursache für diese Entwicklung sei im Fortbestehen ideologischer Formen (Denkweisen, Gewohnheiten, Literatur etc.) aus der vorrevolutionären Zeit zu suchen. Diese konnten sich zunehmend durchsetzen, da auch die revolutionäre Praxis nach 1949 verblasst sei. Sein Aufruf an die Massen hatte also nicht nur die Entmachtung der Parteibürokratie, sondern auch eine erneuerte revolutionäre Erfahrung der jungen Generation zum Ziel. Spätere, maoistisch orientierte Gruppen und Autoren (MLPD, Rote Fahne, Hinton, sowie Post-Maoisten (Badiou) heben dementsprechend die positive Auswirkung der Massenmobilisierung auf das revolutionäre Bewusstsein hervor. Diese sei als Gegenentwurf zur von der Parteibürokratie verursachten Passivität der Massen zu befürworten. Demgegenüber steht die These, wie sie von Trotzkisten wie Ernest Mandel und Tony Cliff vertreten wird. Sie gehen davon aus, dass China nie sozialistisch war, sondern sich eine degenerierte Bürokratie unter Ausschluss des Proletariats von der politischen Macht gebildet hatte. Diese Entwicklung sei bereits in der chinesischen Revolution angelegt gewesen, welche durch die Abwesenheit eines organisierten Proletariats geprägt gewesen sei. Somit sei die KPCh keine Partei der Arbeiter, sondern eine Bürokratie die über die Arbeiter herrscht. Zwar sei es in Folge des Großen Sprungs nach Vorn zu einer Spaltung in der Bürokratie gekommen, jedoch widersprechen die Trotzkisten der maoistischen These, der Schlüssel zum Verständnis dieser Entwicklung sei im Überbau zu suchen. So hätten feudalistische ideologische Formen (Religion, Kunst, Literatur) historisch zwar die Durchsetzung einer bürgerlichen Gesellschaftsformation erschwert, diese aber später nicht mehr bedrohen können. Die Spaltung läge vielmehr in den objektiven Entwicklungsbedingungen Chinas (insbesondere dem Widerspruch zwischen Landwirtschaft und Industrie, aber auch dem Fortbestehen der Warenproduktion) begründet. Die Spaltung der Partei habe die Bürokratie geschwächt und so den chinesischen Massen die Möglichkeit zur ersten Erhebung seit den 1920er Jahren gegeben. Eine ähnliche Analyse wurde während der Kulturrevolution von der Gruppe Shengwulian formuliert. Der "rätekommunistische" Autor Cajo Brendel argumentiert, dass in der VRCh seit deren Gründung eine Form des Staatskapitalismus vorgeherrscht habe. Die Kulturrevolution sei Folge einer Zuspitzung des Widerspruchs zwischen der Partei und einer vom Staatskapitalismus hervorgebrachten Managerklasse gewesen. Erstere sei zwar für die Durchführung der Revolution notwendig gewesen, blockiere in der Folge aber die freie Entwicklung des Staatskapitalismus und seiner Klasse, den Managern. Zeitgenössische marxistisch-leninistische Interpretationen sind stark durch das sino-sowjetische Zerwürfnis geprägt. Für die KPdSU sowie die Kommunistische Partei Großbritanniens war die Kulturrevolution Ausdruck eines antisowjetischen Voluntarismus, welcher den sozialistischen Aufbau gefährdet habe. Unter Missachtung der objektiven Bedingungen habe Mao eine Massenbewegung eingeleitet, die nur lose durch die sog. „Mao-Bibel“ zusammengehalten wurde. Die fehlende Organisation erkläre, warum die Kulturrevolution keine gemeinsame Richtung hätte entwickeln können und erkläre die im Verlauf zunehmende Zersplitterung. Wang Ming (1969), seit den 1950er Jahren im sowjetischen Exil, interpretierte die Kulturrevolution als einen Kampf zwischen Marxismus-Leninismus und anti-marxistischem Maoismus. Er warf Mao vor, die Zerschlagung der KPCh, ihrer Massenorganisationen sowie der Diktatur des Proletariats anzustreben, um diese durch eine Organisation zu ersetzen, welche eine konterrevolutionäre Innen- und Außenpolitik umsetzen könne.
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