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===Zufall und Geschichte=== Nach Hörz haben im geschichtlichen Verlauf zufällige Faktoren verschiedene Arten und Wertigkeiten, wenn es um die Beeinflussung der gesetzmäßigen Ereignisse geht. Bei der Betrachtung der politischen Bewegung sei die Rolle der Persönlichkeit, welche an ihre Spitze steht, nicht zu unterschätzen <ref>Hörz, H. (1980). Zufall - Eine philosophische Untersuchung . Berlin: Akademie-Verlag, S. 191</ref>. Wie noch gezeigt wird, ist diese Auffassung strittig. In seiner Auseinandersetzung mit dem Zufall kommt Hörz auch auf die Strategie und Taktik der Kommunisten zu sprechen. Die Strategie fasst er so, dass sie das zu erreichende Gesamtziel und die Schaffung der dafür notwendigen Bedingungen bezeichne. Für eine solche Strategie sei die Existenz der Möglichkeit, das Ziel zu erreichen, eine Voraussetzung. Daraus ergebe sich nach Hörz die Charakterisierung der Taktik, als die Art und Weise dieses Ziel zu erreichen. Die Taktik beschreibt also die Verwirklichung einer der im Möglichkeitsraum gegebenen Möglichkeiten. Die Taktik schafft die notwendigen Bedingungen für die Verwirklichung des strategischen Ziels <ref>ebd., S.225</ref>. Stiehler beschreibt historische Ereignisse, die nicht mit einer Unvermeidlichkeit auftreten, aber auch nicht in jedem Fall zufällig sind. Bei Ereignissen dieser Art handelt es sich um eine Notwendigkeit, die mit einem Gesetz verknüpft ist und sich gegen eine andere Notwendigkeit (ebenfalls mit einem Gesetz verknüpft) durchsetzen konnte. Dies ist kein automatischer Prozess, sondern das Ergebnis von Handlungen, im Kampf der Klassen. Diese Ereignisse sind nicht im absoluten Sinne notwendig, aber im relativen Sinne. Das Zufällige betrifft in der Regel nicht große historische Ereignisse (z.B. Kriege, Revolutionen). Das Auftreten großer historischer Ereignisse wie Revolutionen und Kriege ist notwendig. Allerdings ist das konkrete Auftreten (also das wann und wie) durch Zufälle bestimmt. Es sind Ereignisse oder Bedingungen in komplexen historischen Geschehnissen. Das zufällige in der Geschichte ist relativ, weil es sich um die empirische Verwirklichung einer gesetzmäßigen, notwendigen Tendenz handelt. In der Geschichte treten zufällige Ereignisse auf, die zwar wie alle Erscheinungen durch Gesetze bedingt sind, aber nicht notwendig eintreten mussten. Sie sind nicht gesetzmäßig vorgezeichnet <ref>Stiehler, G. (1973b). Die Rolle des Zufalls in der Geschichte. Deutsche Zeitschrift für Philosophie(9/1973), S.1054f.</ref>. Hörz differenziert den Zufall in solchen Kontext und präzisiert, dass er verschiedene Wertigkeiten besitzen kann. Stiehler hingegen misst ihm nur einen relativen Charakter bei. Plechanow schreibt zu der Frage der Bedeutung des Zufalls, dass die Fatalisten sich ganz auf die Seite der Gesetzmäßigkeiten der Geschichte stellen und sich in ihrer Auseinandersetzung nicht mit den großen historischen Persönlichkeiten befassen <ref>Plechanow, G. (1945). Über die Rolle der Persönlichkeit in der Geschichte. Berlin: Verlag neuer Weg, S. 21</ref>. In Bezug auf die Feuerbachthesen stellt Plechanow heraus, dass es in der Gesellschaft keine automatische Wirkung der Ökonomie gibt. So sind die Menschen zwar ein Produkt ihrer Umstände. Diese machen sie aber selbst. Die Produktionsverhältnisse sind das Verhältnis der Menschen im Produktionsprozess. Diese können sich nicht automatisch - also unabhängig von den Menschen – verändern <ref>Plechanow, G. (1922). Die Grundprobleme des Marxismus . Stuttgart : Dietz Nachfolger, S. 64f.</ref>. Plechanow stellt heraus, dass das Schicksal der Staaten von Zufälligkeiten abhängt. Diese nennt er Zufälligkeiten zweiter Ordnung. Dabei seien die Zufälligkeiten immer nur etwas Relatives, da sie nur im Schnittpunkt mit dem notwendigen Prozess auftreten <ref>Plechanow, G. (1945). Über die Rolle der Persönlichkeit in der Geschichte. Berlin: Verlag neuer Weg, S. 29</ref>. Bei der Betrachtung der Geschichte springen vor allem die zufälligen Erscheinungen und die persönlichen Besonderheiten der berühmten Persönlichkeiten ins Auge und weniger die tieferliegenden allgemeinen Ursachen <ref>ebd. S.38</ref>. Wird dieser Einfluss gleich null gesetzt, so bleibt der Vorwurf des Fatalismus an den Marxismus begründet <ref>ebd. S. 39</ref>.
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