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===Relative Autonomie des Subjekts=== Gottfried Stiehler bemerkt, dass das Subjekt kein Abklatsch des Objektiven ist, sondern eine eigene Struktur und eigene spezifische Bewegungsimpulse besitzt. Es wird betont, dass Vorstellungen nach welcher alles Subjektive bloĂ passiver Reflex des Objektiven ist und demnach keine relative Eigendetermination zugrunde liegt, metaphysische Auffassungen sind <ref>Stiehler, G. (1981). Dialektik und Gesellschaft. Berlin: VEB Deutscher Verlag der Wissenschaft, S. 120f.</ref>. Herbert Hörz argumentiert in dieselbe Richtung und schreibt in Bezug auf den Menschen, dass dieser selbst Bedingungsfaktor ist. Der Mensch steht nicht auĂerhalb der bedingten ZusammenhĂ€nge, sondern ist ihr wesentlicher Bestandteil. D.h. er erkennt und verĂ€ndert die Welt <ref>Hörz, H. (1974). Der dialektische Determinismus in Natur und Gesellschaft. Berlin: VEB deutscher Verlag der Wissenschaft, S. 147</ref>. Die Handlungen des Menschen sind nicht vorbestimmt - dies ist die Annahme des mechanischen Determinismus. Vielmehr sind die Handlungen selbst eine notwendige Bedingung fĂŒr die Verwirklichung bestimmter objektiver Möglichkeiten <ref>ebd., S.161</ref>. In der Gesellschaft geben nach Hörz die objektiven Gesetze den Rahmen fĂŒr das menschliche Verhalten. Allerdings ist dieses nicht eindeutig durch die Gesetze determiniert <ref>ebd., S.223</ref>. Das individuelle Verhalten ist die Erscheinungsform des Gesetzessystems. Es ist durch konkrete Bedingungen determiniert <ref>Hörz, H. (1980). Zufall - Eine philosophische Untersuchung . Berlin: Akademie-Verlag, S. 207</ref>. Stiehler bemerkt, dass die Angabe von Alternativen als wesentlichen Bezugspunkt das Verhalten von sozialen KrĂ€ften hat. Bei gegebenen objektiven Bedingungen sind Alternativen vor allem Ausdruck eines Verhaltens der beteiligten Klassen, Gruppen usw. Die Frage nach Alternativen ist die Fragen nach Varianten innerhalb gegebener Bedingungen. Somit sind bei gegebenen Bedingungen andere Resultate als Folge der VerĂ€nderung von subjektiven Bedingungen möglich. Damit besitzt das Handeln von sozialen KrĂ€ften eine relative Autonomie <ref>Stiehler, G. (1981). Dialektik und Gesellschaft. Berlin: VEB Deutscher Verlag der Wissenschaft, S. 126</ref>. Daran anknĂŒpfend stellt Glesermann die Besonderheit des sozialen Determinismus heraus. Diese bestehe darin, dass sich Objekt und Subjekt der Determination decke. D.h. dass die gesellschaftlichen Gesetze die Gesetze der praktischen TĂ€tigkeit der Menschen sind. Diese können sich nicht unabhĂ€ngig von den Menschen realisieren, da sie von ihren Handlungen abhĂ€ngen <ref>Gleserman, G. (1975). Probleme des sozialen Determinismus. Deutsche Zeitschrift fĂŒr Philosophie(1/1975), S. 64</ref>. Dem gegenĂŒbergestellt findet sich in der Deutschen Zeitschrift fĂŒr Philosophie ein Artikel, nach der die geschichtliche Entwicklung durch gesellschaftliche VerhĂ€ltnisse und den allgemeinen Stand der ProduktionsverhĂ€ltnisse erzwungen wird und unabhĂ€ngig vom Bewusstsein der Subjekte ist. Das Bewusstsein von Subjekten sei zwangslĂ€ufiges Resultat vom Stand der ProduktionsverhĂ€ltnisse. Die ObjektivitĂ€t der gesellschaftlichen Gesetze besteht laut Zak in der dialektischen Determiniertheit jeglichen subjektiven Handelns durch allgemeine, notwendige und wiederholbare ZusammenhĂ€nge der Entwicklung der Subjekte. Alle gesellschaftlichen Gesetze sind wesentliche ZusammenhĂ€nge des Handelns und der Entwicklung von Subjekten. Jede subjektive Handlung ist durch andere subjektive Handlungen determiniert und determiniert weitere. Gesellschaftliche Gesetze sind fĂŒr Zak eine Voraussetzung und ebenso Resultat der menschlichen TĂ€tigkeit. Daher fĂŒhrt es zum Voluntarismus, wenn man allein die subjektive FĂ€higkeit hervorhebt, den Weg zur Realisierung der Entwicklungsgesetze selbst zu bestimmen, und dabei vergisst, dass diese FĂ€higkeit in Aktion selbst in den Determinationszusammenhang eingeht und die weitere Entwicklung des Subjekts bestimmt. Es gibt laut Zak ĂŒberhaupt keine Subjekte und keine subjektive TĂ€tigkeit, die nicht zugleich Glieder und Momente gesellschaftlicher VerhĂ€ltnisse wĂ€ren. SubjektivitĂ€t besteht immer nur als Ensemble gesellschaftlicher VerhĂ€ltnisse <ref>Zak, C. (1974). Ăber die ObjektivitĂ€t der gesellschaftlichen GesetzmĂ€Ăigkeiten im Sozialismus. Deutsche Zeitschrift fĂŒr Philosophie(10-11/1974), S. 1925ff.</ref>. Stiehler bemerkt, dass das subjektive Verhalten nicht eindeutig, in Form von direkter Notwendigkeit durch objektive Gegebenheiten bestimmt ist. Dabei wendet er sich gegen die Position von Zak. Stiehler unterstellt Zak, dass dieser sich menschliches Verhalten nur linear-eindeutig aus objektiven Faktoren erklĂ€ren wĂŒrde <ref>Stiehler, G. (1981). Dialektik und Gesellschaft. Berlin: VEB Deutscher Verlag der Wissenschaft, S. 120f.</ref>.
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