Jump to content
Main menu
Main menu
move to sidebar
hide
Navigation
Main page
Recent changes
Random page
Help about MediaWiki
Special pages
BolscheWiki
Search
Search
Appearance
Create account
Log in
Personal tools
Create account
Log in
Pages for logged out editors
learn more
Contributions
Talk
Editing
Dissens Dialektischer Determinismus
(section)
Page
Discussion
English
Read
Edit
View history
Tools
Tools
move to sidebar
hide
Actions
Read
Edit
View history
General
What links here
Related changes
Page information
Appearance
move to sidebar
hide
Warning:
You are not logged in. Your IP address will be publicly visible if you make any edits. If you
log in
or
create an account
, your edits will be attributed to your username, along with other benefits.
Anti-spam check. Do
not
fill this in!
===Geschichtlicher Fatalismus=== Die deutsche Revolutionärin Rosa Luxemburg stellte eine Theorie auf, nach welcher der Kapitalismus von selbst (automatisch) zusammenbrechen würde und auch revolutionäre Situationen, von allein aus den ökonomischen Verhältnissen entstehen. Sie leugnete die Bedeutung der Partei und warf Lenin in Bezug auf seine Parteientheorie Subjektivismus vor <ref>Oelßner, F. (1952). Rosa Luxemburg. Eine kritische biographische Skizze (2. Auflage Ausg.). Berlin: Dietz Verlag, S.164</ref>. Luxemburg hinterließ zwar keine philosophischen Schriften, dennoch kann ihre Theorie auf ein philosophisches Fundament zurückgeführt werden. Es ergibt sich der Umstand, dass Rosa Luxemburg keine einheitliche philosophische Anschauung vertrat, sondern zwischen zwei Konzepten schwankte. Einerseits vertrat sie die Positionen eines undialektischen mechanischen Materialismus, andererseits vertrat sie einen Idealismus. Ihre mechanische Materialismusauffassung tritt besonders in ihren historischen und taktischen Schriften zutage. Luxemburg verstand nicht den dialektischen Zusammenhang des Objektiven und Subjektiven. Ihre Geschichtsauffassung verwandelte sich in einen Fatalismus, nach welcher ihr die objektive Entwicklung alles ist und die subjektiven Handlungen der Menschen nichts bedeute <ref>ebd., S.163</ref>. Ein praktisches Beispiel zeigt sich in ihrer Schrift Massenstreik, Partei und Gewerkschaft von 1906. Dort schreibt sie: {{Zitat | Wenn uns also die russische Revolution etwas lehrt, so ist es vor allem, daß der Massenstreik nicht künstlich „gemacht“, nichts ins Blaue hinein „beschlossen“, nicht „propagiert“ wird, sondern daß er eine historische Erscheinung ist, die sich in gewissem Moment aus den sozialen Verhältnissen mit geschichtlicher Notwendigkeit ergibt.| <ref>Luxemburg, R. (1986). Massenstreik, Partei und Gewerkschaft. In A. Laschitza, & G. Radaczun, Rosa Luxemburg. Gesammelte Werke (Bd. 2 , S. 93-170). Berlin: Dietz Verlag</ref> }} In diesem Zitat lässt sich bereits erkennen, dass Luxemburg die Rolle der Kommunistischen Partei verkennt. Eine weitere Zuspitzung dieser Position findet sich u.a. in ihrer 1916 veröffentlichten „Junius“-Broschüre. Dort heißt es: {{Zitat | Ob große Volkskundgebungen und Massenaktionen, sei es in dieser oder jener Form, wirklich stattfinden, darüber entscheidet die ganze Menge ökonomischer, politischer und psychischer Faktoren, die jeweilige Spannung der Klassengegensätze, der Grad der Aufklärung, die Reife der Kampfstimmung der Massen, die unberechenbar sind und die keine Partei künstlich erzeugen kann. Das ist der Unterschied zwischen den großen Krisen der Geschichte und den kleinen Paradeaktionen, die eine gutdisziplinierte Partei im Frieden sauber nach dem Taktstock der „Instanzen“ ausführen kann. Die geschichtliche Stunde heischt jedesmal die entsprechenden Formen der Volksbewegung und schafft sich selbst neue, improvisiert vorher unbekannte Kampfmittel, sichtet und bereichert das Arsenal des Volkes, unbekümmert um alle Vorschriften der Parteien.| <ref>Luxemburg, R. (2000). Die Krise der Sozialdemokratie (Die "Junius"-Broschüre). In A. Laschitza, & G. Radczun, Rosa Luxemburg. Gesammelte Werke (6. Auflage Ausg., Bd. 4, S. 51-164). Berlin: Dietz Verlag</ref>}} In ihrer Schrift Die Akkumulation des Kapitals stellt sie die These auf, dass es sich beim Imperialismus lediglich um den politischen Ausdruck der Kapitalakkumulation, in seinem Prozess des Konkurrenzkampfes um die noch nicht in Beschlag genommenes nichtkapitalistischem Weltmilieu handle <ref>Luxemburg, R. (1997). Die Akkumulation des Kapitals. Ein Beitrag zur ökonomischen Erklärung des Imperialismus. In E. Müller, & G. Radczun, Rosa Luxemburg. Gesammelte Werke (Bd. 5, S. 5-411). Berlin: Dietz Verlag</ref>. Aus ihrer fehlerhaften Imperialismustheorie entwickelt Rosa Luxemburg ihre Zusammenbruchstheorie des Kapitalismus. Diese Theorie ist sozusagen eine zwangsläufige Folge ihrer falschen Annahme. So ist nach Luxemburg die Existenz des Kapitalismus von dem Vorhandensein eines nichtkapitalistischen Milieus abhängig. Demnach ist es nur eine Frage der Zeit, bis dieses Milieu auf Grundlage der Kapitalakkumulation von selbst ganz verschwindet und der Kapitalismus automatisch zusammenbricht <ref>Oelßner, F. (1952). Rosa Luxemburg. Eine kritische biographische Skizze (2. Auflage Ausg.). Berlin: Dietz Verlag, S.181</ref>. Diese Entwicklung betrifft alle Länder gleichermaßen. Sie fördert nach Luxemburg die weitere Anarchie der kapitalistischen Produktion, welche sie als die Grundlage für den Sozialismus charakterisiert. Aus dieser Annahme folgt, dass der Sozialismus automatisch im Weltmaßstab entstehen wird <ref>ebd., S.186</ref>. Luxemburg vertrat eine Spontaneitätstheorie, welche die Folge einer Unterschätzung der revolutionären Theorie und die Rolle der KP darstellt. Nach Luxemburg gibt es keine allgemeinen Gesetze der Revolution, die von der KP erkannt und bewusst angewandt werden können. Vielmehr würde sie die Arbeiterklasse durch ihren Kampf selbst über ihre Aufgabe klar <ref>ebd., S.204</ref>.
Summary:
Please note that all contributions to BolscheWiki may be edited, altered, or removed by other contributors. If you do not want your writing to be edited mercilessly, then do not submit it here.
You are also promising us that you wrote this yourself, or copied it from a public domain or similar free resource (see
My wiki:Copyrights
for details).
Do not submit copyrighted work without permission!
Cancel
Editing help
(opens in new window)
Search
Search
Editing
Dissens Dialektischer Determinismus
(section)
Add topic