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===Fetischisierung durch den Kapitalismus=== Der junge Lukács, welcher noch stark unter verschiedenen ideologischen Einflüssen steht (u.a. Kant) und sich vor allem auf die Frühschriften (Pariser Manuskripte) von Marx bezieht, fokussiert sich bei der Fragestellung nach dem Verhältnis von Subjekt und der Gesellschaft stark auf die Verdinglichung. So erzeugen die Klassen der Gesellschaft den Kapitalismus. Die Menschen stehen der von ihnen erzeugten Wirklichkeit nach Lukács als eine wesensfremde Natur gegenüber. Die Menschen sind den Gesetzen dieser Gesellschaft widerstandslos ausgeliefert. Die Tätigkeit der einzelnen Menschen könne nur darin bestehen, die zwangsläufigen Abläufe einzelner Gesetze für ihre individuellen Interessen zu verwenden. Aber auch in dieser Situation bleibe der Mensch Objekt und nicht Subjekt der Gesellschaft <ref>Lukács, G. (1923). Geschichte und Klassenbewusstsein. Studie über marxistische Dialektik. Von https://coghnorti.files.wordpress.com/2010/08/lukacs-geschichte-klassenbewusstseinocr.pdf abgerufen, S. 136</ref>. Für Lukács stellt die Dinghaftigkeit und Determiniertheit der Menschen einen Gegensatz zur Freiheit dar. So müsse jeder Versuch, der von der Determiniertheit aus zur Freiheit gelangen will, scheitern <ref>ebd., S.179</ref>. Gleichzeitig wird von Lukács das Klassenbewusstsein als die Selbsterkenntnis des Proletariats charakterisiert. Die Selbsterkenntnis ist die objektive Erkenntnis des Wesens der Gesellschaft. Die vom Proletariat verfolgten Klassenziele stellen die bewusste Verwirklichung der objektiven Entwicklungsziele der Gesellschaft dar. Ohne das Klassenbewusstsein bleibt diese Entwicklung eine abstrakte Möglichkeit <ref>ebd., S.147</ref>. Das Klassenbewusstsein ist nichts anderes als die Aussprache der geschichtlichen Notwendigkeit. Das Proletariat kann in der Praxis nur das umsetzten, was die Geschichte selbst ermöglicht. Sie können sich also nicht über den Gang der Geschichte hinwegsetzten und der Geschichte ihre Wünsche aufdrücken. Das Klassenbewusstsein ist demnach der bewusstgewordene Widerspruch der gesellschaftlichen Entwicklung <ref>ebd., S.167</ref>. Freiheit bedeutet für Lukács die Überwindung der vergegenständlichten Beziehung der Menschen zueinander. Dabei spielt das Klassenbewusstsein die entscheidende Rolle, welche die Handlung des Proletariats immer mehr bestimmen muss. Die Freiheit bedeutet eine Überwindung der automatischen Wirkung der gesellschaftlichen Kräfte. Klassenbewusstsein ist dabei nichts individuelles, sondern der bewusstgewordene Sinn der geschichtlichen Lage <ref>ebd., S.87ff.</ref>. Lukács sieht die Freiheit in der Lösung der Gegenüberstellung von Subjekt und Objekt, oder Notwendigkeit und Zufall. Das Subjekt - also der Mensch - muss als Erzeuger, aber auch Produkt der Gesellschaft hervortreten. Wenn also der Mensch seine Welt selbst schafft und als dessen bewusste Gestalt hervortritt <ref>ebd., S.141f.</ref>. Freiheit sei nicht nur das Ziel, sondern auch das Mittel des Kampfes. Diese Freiheit bestehe im Klassenbewusstsein des Proletariats, da es durch dieses seine Geschichte bewusst in die Hand nimmt. Die Notwendigkeit des objektiven ökonomischen Prozesses wird dadurch nicht aufgehoben, bekommt aber eine andere Funktion. Abschließend bemerkt Lukács, dass der gesellschaftliche Verlauf zwangsläufig geschehe. Dabei aber die entscheidende Waffe die Erkenntnis dessen was passiert (Klassenbewusstsein) <ref>ebd., S.213</ref>. Die Frage ist hier, worin Lukács den Widerspruch zwischen Determination und Freiheit sieht. Auch die bewusste Anwendung von Gesetzen – was Marx und Engels als Freiheit verstanden – stellt einen Erkenntnisprozess, aber keine Loslösung von Gesetzmäßigkeiten dar. Die Charakterisierung, nach der die Gesetze der Gesellschaft zwangsläufig ablaufen, läuft auf einen fatalistischen Standpunkt hinaus. Dieser steht auch im Widerspruch zu Lukács Darstellung des Klassenbewusstseins.
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