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===Finanzkrise, Finanzmarktkapitalismus, Globalisierung=== In Bezug auf die Weltwirtschaftskrise im Jahr 2008, aber auch frühere Krisen, wie z.B. die von 2000, ist die Annahme weit verbreitet, es habe sich um Finanzkrisen gehandelt, die durch Spekulation und unkontrollierte Bankgeschäfte ausgelöst wurde. Besonders gravierend sei diese Entwicklung durch die zunehmende Entkoppelung des Finanzsektors von der „Realökonomie“, der produktiven Bereiche der Wirtschaft. Die Ansprüche der Titeleigentümer könnten in der Krise nicht mehr bedient werden, was zu Pleiten von Banken führt und letztlich, z.B. über eine Kreditklemme die Produktion mit nach unten ziehe. Angenommen wird eine Dominanz des Finanzsektors über die Realökonomie. Es finde eine Überakkumulation von Kapital im Finanzsektor statt, die durch eine neoliberale Wirtschaftspolitik gefördert würde. Diese Entwicklung sei auch durch die „Globalisierung“ beschleunigt worden, in der die transnationalen Unternehmen überall ihre neoliberale Agenda durchgesetzt hätten, was zur „Deregulierung“ und Liberalisierung der Märkte sowie dem Eindringen der Finanzlogik in alle Bereiche der Gesellschaft (bspw. Privatisierung der Altersvorsorge) geführt habe, die die Ausdehnung des Finanzsektors ermöglicht haben. Manche Autoren betonen hier, dass es sich um bewusste Entscheidungen der Politik zur Liberalisierung der Finanzmärkte handelte (bspw. in der BRD Abschaffung der Steuer aus Veräußerungsgewinnen von Aktiengesellschaften), während bei anderen eher eine quasi-naturgesetzliche Dynamik der „Globalisierung“ und „Finanzialisierung“ angenommen wird. Es gibt in diesem Zusammenhang auch oft die ergänzende These, dass durch den Abzug von Kapital aus der Mehrwertproduktion in den Finanzsektor die Kapitalakkumulation verlangsamt wird, was wiederum zur Krise beitrage. Aus beiden Thesen wird in der Regel geschlussfolgert, die Beschneidung und bessere Regulierung des Finanzsektors und der Banken sei notwendig, um die Krise zu verhindern bzw. abzuschwächen. Oft wird auch eine [[Verstaatlichung als Schritt zum Sozialismus|Verstaatlichung]] der großen Finanzkonzerne gefordert, damit der Finanzsektor „wieder“ der Gesellschaft dienen könne. Aus dieser Perspektive stellt die Expansion des Finanzsektors und der Spekulation die Folge einer „unvernünftigen“ Wirtschaftspolitik dar, worin implizit die Vorstellung enthalten ist, es gäbe auch rationalere Varianten des Kapitalismus und die „Globalisierung“ könnte auch auf alternativen Wegen wie „fairem Handel“, gemeinwohlorientierten Unternehmen (z.B. Genossenschaften) usw. gestaltet werden. Dabei wird implizit angenommen, dass das schrankenlose Profitstreben lediglich Ausdruck einer bestimmten Variante des Kapitalismus bzw. der „Marktwirtschaft“ sei und keine grundlegende Gesetzmäßigkeit. Der Nationalstaat als Regulierungsinstanz wird unterschiedlich bewertet und stellt einen Streitpunkt dar: Manche Autoren streben eine „Reregulierung“ der Finanzmärkte auf globaler oder z.B. EU-Ebene an, da sie eine Rückkehr zu einem stärker nationalstaatlich geprägten Kapitalismus für unmöglich halten. Andere Autoren sehen in der Verteidigung und Rückgewinnung der „nationalen Souveränität“ gegenüber der „Globalisierung“ bzw. den „entfesselten Finanzmärkten“ einen Weg zur Eindämmung der Krisentendenzen des Kapitalismus. Vertreter dieser Ansichten sind z.B. die Zeitschrift Sozialismus, ISW, Attac, Partei die Linke und der Großteil der „kritischen Politischen Ökonomie“ an den deutschen Universitäten.
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