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== Lohn, Prämien, Arbeitszeit == <br> ''' Annahme 1''' <br> * Der Produzent bekommt im Sozialismus - nach allgemein gesellschaftlich notwendigen Abzügen - exakt das von der Gesellschaft zurück was er ihr gegeben hat. Die Konsumtionsmittel werden äquivalent zum Anteil an der Gesamtarbeit und nach den notwendigen Abzügen für die Gesellschaft getauscht. * Die individuelle Arbeitszeit des einzelnen Produzenten ist sein unmittelbarer Anteil vom gesellschaftlichen Arbeitsertrag. * Im Sozialismus kann niemand mehr etwas geben außer seiner Arbeit und nichts kann zu seinem Eigentum werden außer individuelle Konsumtionsmittel. * Arbeit, ihre Ausdehnung oder Intensität, ist im Sozialismus Maßstab der Verteilung. * Dieser Maßstab nimmt individuelle Begabungen als natürliche Privilegien an und ist so notwendigerweise Recht der Ungleichheit, wie im Prinzip alles Recht. * Der Arbeitsertrag wird im Sozialismus nicht voll ausgezahlt, sondern nach Abzug von 1). Der Deckung zum Ersatz der verbrauchten Produktionsmittel, 2). Dem zusätzlichen Teil für die Ausdehnung der Produktion, 3). Reserve- oder Assekuranzfonds gegen Mißfälle, etc. Von dem Teil, der als Konsumtionsmittel dienen soll, wird wiederum abgezogen 1). Die allgemeinen Verwaltungskosten, die jedoch so weit wie möglich beschränkt werden und mit der Entwicklung der neuen Gesellschaft sich immer mehr vermindern, 2). Was zur gemeinschaftlichen Befriedigung von Bedürfnissen bestimmt ist, wie Schulen, Gesundheitsvorrichtungen, etc. Dieser Teil wächst mit der Entwicklung der neuen Gesellschaftsformation immer weiter an. 3). Fonds für Arbeitsunfähige, etc. * In der ersten Phase ist die Ungerechtigkeit basierend auf dem Eigentum bereits überwunden, die Ungerechtigkeit in der Verteilung von Konsumtionsmitteln bleibt jedoch weiterhin bestehen. * Die ökonomischen Voraussetzungen und damit die bewusstseinsmäßigen Voraussetzungen in der Gesellschaft sind unmittelbar nach der Revolution noch nicht reif genug, um das bürgerliche Recht in der Sphäre der Verteilung der Konsumtionsmittel abzuschaffen. * In der ersten Phase ist es notwendig, die Spezialisten höher zu entlohnen, um einen materiellen Anreiz für gute Arbeit zu schaffen. In der ersten Phase ist auch ein System von Prämien für die erfolgreichste Arbeit und besonders für organisatorische Arbeit noch notwendig. Im vollendeten Kommunismus werden Prämien unzulässig sein. <br> {{Zitat | Womit wir es hier zu tun haben, ist eine kommunistische Gesellschaft, nicht wie sie sich auf ihrer eignen Grundlage ''entwickelt'' hat, sondern umgekehrt, wie sie eben aus der kapitalistischen Gesellschaft ''hervorgeht'', also in jeder Beziehung, ökonomisch, sittlich, geistig, noch behaftet ist mit den Muttermalen der alten Gesellschaft, aus deren Schoß sie herkommt. Demgemäß erhält der einzelne Produzent - nach den Abzügen - exakt zurück, was er ihr gibt. Was er ihr gegeben hat, ist sein individuelles Arbeitsquantum. Z.B. der gesellschaftliche Arbeitstag besteht aus der Summe der individuellen Arbeitsstunden. Die individuelle Arbeitszeit des einzelnen Produzenten ist der von ihm gelieferte Teil des gesellschaftlichen Arbeitstags, sein Anteil daran. Er erhält von der Gesellschaft einen Schein, daß er soundso viel Arbeit geliefert (nach Abzug seiner Arbeit für die gemeinschaftlichen Fonds), und zieht mit diesem Schein aus dem gesellschaftlichen Vorrat von Konsumtionsmitteln soviel heraus, als gleich viel Arbeit kostet. Dasselbe Quantum Arbeit, das er der Gesellschaft in einer Form gegeben hat, erhält er in der andern zurück. Es herrscht hier offenbar dasselbe Prinzip, das den Warenaustausch regelt, soweit er Austausch Gleichwertiger ist. Inhalt und Form sind verändert, weil unter den veränderten Umständen niemand etwas geben kann außer seiner Arbeit und weil andrerseits nichts in das Eigentum der einzelnen übergehn kann außer individuellen Konsumtionsmitteln. Was aber die Verteilung der letzteren unter die einzelnen Produzenten betrifft, herrscht dasselbe Prinzip wie beim Austausch von Warenäquivalenten, es wird gleich viel Arbeit in einer Form gegen gleich viel Arbeit in einer andern ausgetauscht. Das ''gleiche Recht'' ist hier daher immer noch - dem Prinzip nach - das ''bürgerliche Recht'', obgleich Prinzip und Praxis sich nicht mehr in den Haaren liegen, während der Austausch von Äquivalenten beim Warenaustausch nur ''im Durchschnitt'', nicht für den einzelnen Fall existiert. |[[ Marx: Kritik des Gothaer Programms]], MEW Band 19, S. 20}} <br> {{Zitat | Trotz dieses Fortschritts ist dieses ''gleiche Recht'' stets noch mit einer bürgerlichen Schranke behaftet. Das Recht der Produzenten ist ihren Arbeitslieferungen ''proportionell''; die Gleichheit besteht darin, daß an ''gleichem Maßstab'', der Arbeit, gemessen wird. Der eine ist aber physisch oder geistig dem andern überlegen, liefert also in derselben Zeit mehr Arbeit oder kann während mehr Zeit arbeiten; und die Arbeit, um als Maß zu dienen, muß der Ausdehnung oder der Intensität nach bestimmt werden, sonst hörte sie auf, Maßstab zu sein. Dies ''gleiche'' Recht ist ungleiches Recht für ungleiche Arbeit. Es erkennt keine Klassenunterschiede an, weil jeder nur Arbeiter ist wie der andre; aber es erkennt stillschweigend die ungleiche individuelle Begabung und daher Leistungsfähigkeit der Arbeiter als natürliche Privilegien an. Es ist daher ein Recht der Ungleichheit, seinem Inhalt nach, wie alles Recht. Das Recht kann seiner Natur nach nur in Anwendung von gleichem Maßstab bestehn; aber die ungleichen Individuen (und sie wären nicht verschiedne Individuen, wenn sie nicht ungleiche wären) sind nur an gleichem Maßstab meßbar, soweit man sie unter einen gleichen Gesichtspunkt bringt, sie nur von einer ''bestimmten'' Seite faßt, z.B. im gegebnen Fall sie ''nur als Arbeiter betrachtet und weiter nichts in ihnen sieht, von allem andern absieht. Ferner: Ein Arbeiter'' ist verheiratet, der andre nicht; einer hat mehr Kinder als der andre etc. etc. Bei gleicher Arbeitsleistung und daher gleichem Anteil an dem gesellschaftlichen Konsumtionsfonds erhält also der eine faktisch mehr als der andre, ist der eine reicher als der andre etc. Um alle diese Mißstände zu vermeiden, müßte das Recht, statt gleich, vielmehr ungleich sein. Aber diese Mißstände sind unvermeidbar in der ersten Phase der kommunistischen Gesellschaft, wie sie eben aus der kapitalistischen Gesellschaft nach langen Geburtswehen hervorgegangen ist. Das Recht kann nie höher sein als die ökonomische Gestaltung und dadurch bedingte Kulturentwicklung der Gesellschaft. | [[Marx: Kritik des Gothaer Programms]], MEW Band 19, S. 20 f.}} <br> {{Zitat | Nehmen wir zunächst das Wort "Arbeitsertrag" im Sinne des Produkts der Arbeit, so ist der genossenschaftliche Arbeitsertrag ''das gesellschaftliche Gesamtprodukt''. Davon ist nun abzuziehen: ''Erstens'': Deckung zum Ersatz der verbrauchten Produktionsmittel. ''Zweitens'': zusätzlicher Teil für Ausdehnung der Produktion. ''Drittens'': Reserve- oder Assekuranzfonds gegen Mißfälle, Störungen durch Naturereignisse etc. Diese Abzüge vom "unverkürzten Arbeitsertrag" sind eine ökonomische Notwendigkeit, und ihre Größe ist zu bestimmen nach vorhandenen Mitteln und Kräften, zum Teil durch Wahrscheinlichkeitsrechnung, aber sie sind in keiner Weise aus der Gerechtigkeit kalkulierbar. Bleibt der andere Teil des Gesamtprodukts, bestimmt, als Konsumtionsmittel zu dienen. Bevor es zur individuellen Teilung kommt, geht hiervon wieder ab: ''Erstens: die allgemeine, nicht direkt zur Produktion gehörigen Verwaltungskosten''. Dieser Teil wird von vornherein aufs bedeutenste beschränkt im Vergleich zur jetzigen Gesellschaft und vermindert sich im selben Maß, als die neue Gesellschaft sich entwickelt. ''Zweitens: was zur gemeinschaftlichen Befriedigung von Bedürfnissen bestimmt ist'', wie Schulen, Gesundheitsvorrichtungen etc. Dieser Teil wächst von vornherein bedeutend im Vergleich zur jetzigen Gesellschaft und nimmt im selben Maß zu, wie die neue Gesellschaft sich entwickelt. ''Drittens'': Fonds für Arbeitsunfähige etc., kurz, für, was heute zur sog. offiziellen Armenpflege gehört. Erst jetzt kommen wir zu der "Verteilung", die das Programm, unter Lassalleschem Einfluß, bornierterweise allein ins Auge faßt, nämlich an den Teil der Konsumtionsmittel, der unter die individuellen Produzenten der Genossenschaft verteilt wird. Der "unverkürzte Arbeitsertrag" hat sich unterderhand bereits in den "verkürzten" verwandelt, obgleich, was dem Produzenten in seiner Eigenschaft als Privatindividuum entgeht, ihm direkt oder indirekt in seiner Eigenschaft als Gesellschaftsglied zugut kommt. Wie die Phrase des "unverkürzten Arbeitsertrags" verschwunden ist, verschwindet jetzt die Phrase des "Arbeitsertrags" überhaupt. | [[ Marx: Kritik des Gothaer Programms]], MEW Band 19, S. 18 f.}} <br> {{Zitat | Gerechtigkeit und Gleichheit kann also die erste Phase des Kommunismus noch nicht bringen: Unterschiede im Reichtum, und zwar ungerechte Unterschiede bleiben bestehen, unmöglich aber wird die ''Ausbeutung'' des Menschen durch den Menschen sein, denn es wird nicht mehr möglich sein, die ''Produktionsmittel'', die Fabriken, Maschinen, den Grund und Boden usw., als Privateigentum an sich zu reißen. Marx zerschlägt die kleinbürgerliche, unklare Phrase Lassalles von „Gleichheit“ und „Gerechtigkeit“ ''schlechthin'' und zeigt dabei den ''Entwicklungsgang'' der kommunistischen Gesellschaft, die ''gezwungen'' ist, zunächst ''nur'' die „Ungerechtigkeit“ zu beseitigen, daß die Produktionsmittel von einzelnen Personen angeeignet sind, und vorerst ''nicht imstande'' ist, mit einem Schlag auch die weitere Ungerechtigkeit zu beseitigen, die in der Verteilung der Konsumtionsmittel „nach der Arbeitsleistung“ (und nicht nach den Bedürfnissen) besteht. | [[Lenin: Staat und Revolution]], LW Bd. 25, S. 480}} <br> {{Zitat | Das [das teilweise Fortbestehen des bürgerlichen Rechts in der ersten Phase der kommunistischen Gesellschaft, Anm. KO] ist ein „Mißstand“, sagt Marx, aber er ist in der ersten Phase des Kommunismus unvermeidbar, denn will man nicht in Utopien verfallen, so darf man nicht annehmen, dass die Menschen sofort nach dem Sturz des Kapitalismus lernen werden, ''ohne alle Rechtsnormen'' für die Allgemeinheit zu arbeiten, sind doch die ökonomischen Voraussetzungen für eine ''solche'' Änderung durch die Abschaffung des Kapitalismus ''nicht sofort gegeben''. | [[Lenin: Staat und Revolution]], LW Bd. 25, S. 481}} <br> {{Zitat | Wir streben die gleiche Entlohnung für jede Arbeit und den vollendeten Kommunismus an, doch können wir uns keinesfalls die Aufgabe stellen, diese Gleichheit im gegenwärtigen Augenblick, da lediglich die ersten Schritte zum Übergang vom Kapitalismus zum Sozialismus getan werden, unverzüglich zu verwirklichen. Darum ist es notwendig, den Spezialisten für eine gewisse Zeit eine höhere Bezahlung zu belassen, damit sie nicht schlechter, sondern besser arbeiten als früher; und aus eben diesem Grunde kann auch nicht auf ein System von Prämien für die erfolgreichste Arbeit und besonders für organisatorische Arbeit verzichtet werden; Prämien werden im System des vollendeten Kommunismus unzulässig sein, aber in der Übergangsepoche vom Kapitalismus zum Kommunismus kann man ohne Prämien nicht auskommen, wie das sowohl theoretische Erwägungen als auch die einjährige Erfahrung der Sowjetmacht zeigen. | {[[Lenin: Entwurf des Programms der KPR(B]]). LW, Bd. 29, S. 98}} <br>
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