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===Die Volksfrontregierung in Frankreich=== Dimitroff nahm in seinem Referat auf dem 7. Weltkongress positiv Bezug auf die Entwicklungen in Frankreich, welche bedeutend für die Frage des Regierungsbündnisses sind und deshalb kurz dargestellt werden sollen (ein weiteres zu untersuchendes Beispiel für eine Volksfrontregierung ist die ''Frente Popular'' in Spanien). Nachdem im Februar 1934 die Faschisten in Frankreich große Demonstrationen organisierten und das Parlament stürmten, unterzeichneten im Juli des selben Jahres französische Kommunisten einen Pakt der Aktionseinheit mit den Sozialisten und bildeten ein Wahlbündnis. <ref>Vgl. http://www.trend.infopartisan.net/trd7806/t207806.html zuletzt überprüft am: 3.11.2018. </ref> Dimitroff bewertete das wie folgt: {{Zitat|1=''Frankreich'' ist das Land, in dem bekanntlich die Arbeiterklasse dem gesamten internationalen Proletariat ein Beispiel gibt, wie man den Kampf gegen den Faschismus führen muß. Die französische Kommunistische Partei gibt allen Sektionen der Kommunistischen Internationale ein Beispiel dafür, wie man die Einheitsfronttaktik durchführen muß, die sozialistischen Arbeiter geben ein Beispiel dafür, was jetzt die sozialdemokratischen Arbeiter der anderen kapitalistischen Länder im Kampf gegen den Faschismus machen müssen. [Beifall.] Die Bedeutung der am 14. Juli dieses Jahres stattgefundenen antifaschistischen Demonstration in Paris, an der sich eine halbe Million Menschen beteiligte, sowie der zahlreichen Demonstrationen in anderen Städten Frankreichs ist gewaltig. Das ist schon nicht bloß eine Einheitsfrontbewegung der Arbeiter, das ist der Beginn einer breiten allgemeinen Volksfront gegen den Faschismus in Frankreich. […] Sie wird ein zündendes Beispiel für die Entfaltung des antifaschistischen Kampfes in den anderen kapitalistischen Ländern sein und wird aufmunternd auf das von der faschistischen Diktatur niedergehaltene deutsche Proletariat wirken. |2= <ref> Dimitroff, Georgi: Die Offensive des Faschismus und die Aufgaben der Kommunistischen Internationale im Kampf für die Einheit der Arbeiterklasse gegen den Faschismus, S. 48f. </ref>}} Weiter nennt er acht Aufgaben, vor denen die Arbeiterklasse Frankreichs nun stehe: {{Zitat|1=''Erstens:'' die Einheitsfront nicht nur auf politischem, sondern auch auf wirtschaftlichem Gebiet herzustellen zur Organisierung des Kampfes gegen die Kapitalsoffensive; durch ihren Druck den Widerstand der Spitzen des reformistischen Gewerkschaftsbundes (CGT) gegen die Einheitsfront zu brechen. ''Zweitens:'' die gewerkschaftliche Einheit in Frankreich herzustellen: Einheitsgewerkschaften auf dem Boden des Klassenkampfes. ''Drittens:'' die breiten Bauernmassen, die Massen des Kleinbürgertums in die antifaschistische Bewegung hineinzuziehen, wobei ihren unmittelbarsten Forderungen ein besonderer Platz im Programm der antifaschistischen Volksfront einzuräumen ist. ''Viertens:'' die organisatorische Verankerung und Erweiterung der begonnenen antifaschistischen Bewegung durch Schaffung von überparteilichen wählbaren Organen der antifaschistischen Volksfront im Massenmaßstab, von Organen, deren Einfluß breitere Massen erfaßt als die jetzt in Frankreich bestehenden Parteien und Organisationen der Werktätigen. ''Fünftens:'' durch ihren Druck die Auflösung und Entwaffnung der faschistischen Organisationen, als Organisationen von Verschwörern gegen die Republik und als Agenten Hitlers in Frankreich, durchzusetzen. ''Sechstens:'' die Säuberung des Staatsapparates, der Armee, der Polizei von den Verschwörern durchzusetzen, die einen faschistischen Umsturz vorbereiten. ''Siebentens:'' Entfaltung des Kampfes gegen die Führer der reaktionären Cliquen der katholischen Kirche als eines der wichtigsten Bollwerke des französischen Faschismus. ''Achtens:'' Verbindung der Armee mit der antifaschistischen Bewegung durch Schaffung von Komitees zum Schutz der Republik und der Verfassung in der Armee gegen diejenigen, die die Armee zu einem verfassungswidrigen Staatsstreich ausnutzen wollen (Beifall); nicht zulassen, daß die reaktionären Kräfte in Frankreich das französisch-sowjetische Bündnis sprengen, das die Sache des Friedens gegen die Aggressivität des deutschen Faschismus verteidigt. [Beifall.]“ |2= <ref> Dimitroff, Georgi: Die Offensive des Faschismus und die Aufgaben der Kommunistischen Internationale im Kampf für die Einheit der Arbeiterklasse gegen den Faschismus, S. 49f. </ref>}} Bezüglich einer möglichen Regierungsbildung sagt er: {{Zitat|1=Und wenn die antifaschistische Bewegung in Frankreich zur Schaffung einer Regierung führen sollte, die einen wirklichen Kampf - nicht nur mit Worten, sondern mit Taten - gegen den französischen Faschismus führen wird, die das Programm der Forderungen der antifaschistischen Volksfront durchführen wird, so werden die Kommunisten, die unversöhnliche Feinde einer jeden bürgerlichen Regierung und Anhänger der Sowjetmacht ''bleiben'', angesichts der wachsenden faschistischen Gefahr nichtsdestoweniger ''bereit sein, eine solche Regierung zu unterstützen''. [Beifall.] |2= <ref> Dimitroff, Georgi: Die Offensive des Faschismus und die Aufgaben der Kommunistischen Internationale im Kampf für die Einheit der Arbeiterklasse gegen den Faschismus, S. 50 </ref>}} Wichtig ist ihm, dass die Kommunisten auch bei einer Unterstützung der Volksfrontregierung ihre unversöhnliche Haltung gegenüber einer bürgerlichen Regierung beibehalten. Bei den Wahlen von 1936 erreichte die PCF 15,4 % der Stimmen. Das EKKI beriet sich am 22. Mai 1936 über die Entwicklung in Frankreich und befasste sich konkret mit der Frage einer Regierungsbeteiligung der PCF. Das Ergebnis war, dass sich die PCF nicht mit Ministern an der Regierung beteiligen sollte, um den Zerfall der Volksfront nicht zu riskieren: {{Zitat|1=Der Eintritt der Kommunisten in die Regierung in der jetzigen Lage würde den Druck der Reaktion auf die Radikalen erleichtern mit dem Zwecke, sie von der Volksfront abzuspalten und die Volksfront zu zerschlagen. |2= <ref> Beschluß des Sekretariats des EKKI zur französischen Frage vom 22. 5.1936. </ref>}} Auch der Forderungskatalog, der aufgestellt werden sollte, fiel zurückhaltend aus: Arbeitsbeschaffungsprogramme, Förderung des Kinderschutzes und des Sportwesens sowie die Forderung nach dem Frauenwahlrecht und der Kampf gegen Korruption.<ref>Vgl. Weber, Petra: Gescheiterte Sozialpartnerschaft – Gefährdete Republik? Industrielle Beziehungen, Arbeitskämpfe und der Sozialstaat. Deutschland und Frankreich im Vergleich (1918-1933/39) S.1018. </ref> Von der Radikalisierung der Massen wurde abgesehen: {{Zitat|1=Es ist notwendig, Tendenzen seitens einzelner Organisationen oder Deputierten, sich vom Volksfrontprogramm durch die Mobilisierung der sozialistischen, kommunistischen und radikalen Massen loszusagen, entschieden zu bekämpfen, denn ein solches Verhalten wäre ein Versuch des Verrats an der Volksfront. |2= <ref>Beschluß des Sekretariats des EKKI zur französischen Frage vom 22. 5.1936.</ref>}} Das Politbüro der PCF entschied in seiner Sitzung am 25. Mai, sich an die vorgegebene Linie zu halten. Die PCF unterstützte die Volksfrontregierung, die ''Front Populaire'', beteiligt sich daran aber nicht selbst mit Ministern. Ebenfalls 1936 vereinigten sich die beiden großen Gewerkschaftsorganisationen CGT und CGT-U (der kommunistische Flügel). Ab Mai 1936 kam es zu großen Streiks in Frankreich. Im Juni forderte der Vorsitzende der PCF die Arbeiter allerdings dazu auf, den Streik niederzulegen und die Arbeit wieder aufzunehmen. 1939 wurde die PCF verboten. <ref>Vgl. http://www.trend.infopartisan.net/trd7806/t207806.html </ref> Die gesamten Diskussionen um die Entwicklungen der Volks- und Einheitsfronten bilden die Grundlage für die heutige Diskussion um Bündnisse, weshalb sie gründlich untersucht werden muss, die Einschätzung damals aktueller Ereignisse geprüft und vor allem die Frage geklärt werden muss, inwiefern der 7. Weltkongress eine Änderung in der Strategie oder nur in der Taktik darstellte. Zur Untersuchung dieser historischen Phase zählt auch die Bewertung von Einheitsfrontorganen wie der ''Antifaschistischen Aktion''.
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