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=== Die Forderungen, theoretische Bezugnahmen und Organisationsformen der proletarischen Frauenbewegung === Neben der bürgerlichen Frauenbewegung bildete sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die proletarischen Frauenbewegung heraus. Diese grenzte sich relativ stark von der bürgerlichen Frauenbewegung ab. Sie sahen die Unterdrückung der Frauen als einen Bestandteil des kapitalistischen Systems an, das folglich überwunden werden musste, um Frauen die volle Freiheit zu gewähren. Zu den Hauptvertreterinnen der proletarischen Frauenbewegung zählten u.a. Clara Zetkin und Ottilie Baader. Clara Zetkin äußerte sich in ihren Schriften zur bürgerlichen Frauenbewegung: {{Zitat|1=Die Erfolge der bürgerlichen Frauenbewegung kommen in der Hauptsache überwiegend den ökonomisch freien Frauen der besitzenden, herrschenden und ausbeutenden Klasse zugute. Die Frauenrechtlerinnen verzichten auf den Kampf gegen die Klassensklaverei der weitaus meisten Frauen, obgleich sie die Geschlechtssklaverei aufrechterhält und verschärft. Mehr noch, sie lehnen diesen Kampf grundsätzlich ab, der Klasse gegen Klasse von den Niedergetretenen gegen ihre Herren und Peiniger ausgefochten werden muß. Die bürgerliche Frauenbewegung steht mit beiden Füßen auf dem Boden der bürgerlichen Gesellschaft und verteidigt ihn gegen das vordrängende Proletariat. Sie strebt lediglich danach, die bürgerliche Gesellschaft durch Lösung der rechtlichen und sozialen Bindungen zu reformieren, die das weibliche Geschlecht zum Vorteil des Mannes fesseln. [...] Die bürgerliche Frauenbewegung ist folglich nicht Vorkämpferin, Interessensvertreterin aller befreiungssehnsüchtigen Frauen. Sie ist und bleibt bürgerliche Klassenbewegung.|2=<ref>Zetkin, Die bürgerliche Frauenbewegung, S.46-47.</ref>}} Hier wird die Trennlinie zwischen der bürgerlichen und proletarischen Frauenbewegung deutlich: Die proletarischen Vertreterinnen sahen im Kapitalismus die entscheidende Ursache der Frauenunterdrückung und forderten daher die Überwindung dessen, um die volle Gleichberechtigung und Freiheit zu erreichen. Für sie gab es keine Freiheit der Frau ohne Sozialismus und keinen Sozialismus ohne Freiheit der Frau. Sie bezogen sich in ihrer Analyse auf die Thesen von Friedrich Engels, der in seinem Aufsatz ''Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates'' eine materialistische Perspektive auf die Frauenunterdrückung lieferte. Er bezieht sich im Text auf die Forschungsergebnisse der Anthropologen Johann Jakob Bachhofen und Lewis Henry Morgan, die in Studien zur Entwicklung der Familien- und Vererbungsformen unternommen haben. Engels zeichnet die Entwicklungen nach und stellt dar, dass das männliche Erbrecht eine Folge der Einführung des Privateigentums ist. Die Durchsetzung des männlichen Erbrechts hatte die schrittweise Unterdrückung der Frau in der Familie, im Staat, in der Wirtschaft und in der Gesellschaft zur Folge. {{Zitat|1=Nach der damaligen Arbeitsteilung in der Familie fiel dem Mann die Beschaffung der Nahrung und der hierzu nötigen Arbeitsmittel, als auch das Eigentum an diesen letzteren zu. [...] In dem Verhältnis also, wie die Reichtümer sich mehrten, gaben sie einerseits dem Mann eine wichtigere Stellung in der Familie als der Frau und erzeugten andererseits den Antrieb, diese verstärkte Stellung zu benutzen, um die hergebrachte Erbfolge zugunsten der Kinder umzustoßen. Dies ging aber nicht, solange die Abstammung nach Mutterrecht galt. Diese mußte also umgestoßen werden, und sie wurde umgestoßen. [...] Damit war die Abstammungsrechnung in weiblicher Linie und das mütterliche Erbrecht umgestoßen, männliche Abstammungslinie und väterliches Erbrecht eingesetzt. [...] Der Umsturz des Mutterrechts war die weltgeschichtliche Niederlage des weiblichen Geschlechts.|2=<ref>Engels, Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats, S.196-198.</ref>}} August Bebel schuf mit ''Die Frau und der Sozialismus'' ein umfassendes Werk zur Lage und Entstehung der Frauenunterdrückung. Er schreibt: {{Zitat|1=Ganz unabhängig von der Frage, ob die Frau als Proletarierin unterdrückt ist, sie ist es in der Welt des Privateigentums als Geschlechtswesen. Eine Menge Hemmnisse und Hindernisse, die der Mann nicht kennt, bestehen für sie auf Schritt und Tritt. Vieles, was dem Mann erlaubt ist, ist ihr untersagt; eine Menge gesellschaftlicher Rechte und Freiheiten, die jeder genießt, sind, wenn von ihr ausgeübt, ein Fehler oder ein Verbrechen. Sie leidet als soziales und als Geschlechtswesen.|2=<ref>Bebel, Die Frau und der Sozialismus, S.83</ref>}} Mit der Entstehung des Kapitalismus und der Rekrutierung der Frauen als Industriearbeiterinnen wuchs die doppelte Unterdrückung der Frauen: als Arbeiterin durch den Kapitalisten und als soziales Wesen in der Familie, im Haushalt, in der Gesellschaft. Aufgrund der spezifischen Entstehung der Frauenunterdrückung sehen Bebel und Engels es als unbedingt notwendig für die vollkommene Befreiung der Frau an, das Privateigentum abzuschaffen, die Hausarbeit zu vergesellschaften und die Unterdrückung durch den Mann zu bekämpfen. {{Zitat|1=Was wir also heutzutage vermuten können über die Ordnung der Geschlechtsverhältnisse nach der bevorstehenden Wegfegung der kapitalistischen Produktion, ist vorwiegend negativer Art, beschränkt sich meist auf das, was wegfällt. Was aber wird hinzukommen? Das wird sich entscheiden, wenn ein neues Geschlecht herangewachsen sein wird: das Geschlecht von Männern, die nie in ihrem Leben in den Fall gekommen sind, für Geld oder andre soziale Machtmittel die Preisgebung einer Frau zu erkaufen, und von Frauen, die nie in den Fall gekommen sind, weder aus irgendwelchen andern Rücksichten als wirklicher Liebe sich einem Mann hinzugeben, noch dem Geliebten die Hingabe zu verweigern aus Furcht vor den ökonomischen Folgen.|2=<ref>Engels, Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats S.220</ref>}} Und auch Bebel stellt die Überwindung des Kapitalismus als notwendige Voraussetzung für die Befreiung der Frau dar: {{Zitat|1=Daraus ergibt sich, daß alle Frauen ohne Unterschied ihrer sozialen Stellung, als ein durch unsere Kulturentwicklung von der Männerwelt beherrschtes und benachteiligtes Geschlecht, das Interesse haben, diesen Zustand als möglich zu beseitigen und durch Änderungen in den Gesetzen und Einrichtungen der bestehenden Staats- und Gesellschaftsordnung. Die enorme Mehrheit der Frauen ist aber auch aufs lebhafteste dabei interessiert, die bestehende Staats- und Gesellschaftsordnung von Grund aus umzugestalten, um sowohl die Lohnsklaverei, unter der das weibliche Proletariat am meisten schmachtet, wie die Geschlechtssklaverei, die mit unseren Eigentums- und Erwerbszuständen aufs innigste verknüpft ist, zu beseitigen.|2=<ref>Bebel, Die Frau und der Sozialismus S.21</ref>}} Der Verdienst Engels und auch Bebels war es, die Frauenunterdrückung materialistisch zu erklären und nachzuzeichnen. Sie lieferten somit auch eine wichtige Erkenntnis für die praktische Arbeit der Frauenmassen: Der Kampf um die soziale, politische und wirtschaftliche Gleichstellung der Frau muss stets mit dem Ziel des Sturzes des Kapitalismus verbunden sein, um die vollkommene Befreiung der Frau, der Menschheit zu erreichen. Die Organisation innerhalb der proletarischen Frauenbewegung war auf die Arbeiterinnen und den Betrieb ausgerichtet. Ein wichtiger Teil davon waren die Gewerksgenossenschaften der Manufaktur-, Fabrik- und Handarbeit, in denen die Arbeiter für eine Verbesserung ihrer Rechte kämpfte. V.a. in der Gewerksgenossenschaft in Crimmitschau nahmen auch die Frauen eine wichtige Rolle im Kampf ein, da sie fast die Hälfte der Belegschaft ausmachten. Die Frauen wurden aktiv eingebunden, z.B. als Delegierte, und wurden somit zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Genossenschaftsarbeit. Zetkin sieht den besonderen Wert in dem gemeinsamen Arbeitskampf von Arbeitern und Arbeiterinnen, in der klaren Ausrichtung des Kampfes zur Überwindung des Kapitalismus und in der starken Rolle der Arbeiterinnen, die im Kampf auch ihrer besondere Rolle als Frau thematisierten. In Berlin wurden im Zuge der proletarischen Frauenbewegung Arbeiterfrauen- und Mädchenvereine aufgebaut, zu denen Männer jedoch keinen Zugang hatten. Zetkin sah dies als Rückschritt im Vergleich zu der Arbeit in den Textilgenossenschaften an: {{Zitat|1=In hohem Grade ist jene feministische Tendenz aber auch der naturgemäße Niederschlag des Entwicklungsganges hervorragender Trägerinnen der Berliner Entwicklung. Er hat sie von der Frauenfrage zu sozialen Frage, von der bürgerlichen Frauenrechtlerei zur Sozialdemokratie geführt. Die Vorkämpfer für die Einbeziehung der Frauen in die Internationale Gewerksgenossenschaft kam dagegen von der sozialen Frage zur Frauenfrage. Dies aber nicht allein an der Hand einer reiferen geschichtlichen Erkenntnis und Schulung, sondern vor allem auch auf Grund der zwingenden Bedürfnisse eines Milieus, das, von der modernen Großindustrie geprägt, einen geradezu klassischen Boden für die Gemeinsamkeit der Interessen und die Gemeinsamkeit des Kampfes von Frauen und Männern des Proletariats gegen den Kapitalismus schuf.|2=<ref>Zektin, Geschichte der proletarischen Frauenbewegung, S.98/99.</ref>}} Die proletarische Frauenbewegung versuchte einen internationalen Zusammenhang zu schaffen. Im August 1907 wurde auf einer Konferenz in Stuttgart eine eigene sozialistische, internationale Frauenorganisation gebildet: das ''Internationale Sozialistische Frauensekretariat'' (später: ''Sozialistische Fraueninternationale'', engl. ''Socialist International Women'', SIW) mit 58 weiblichen Deligierten aus 15 europäischen Ländern. Das SIW mit der Vorsitzenden Zetkin veranstaltete in den Folgejahren Konferenzen zum Thema der Frauenfrage. 1910 wurde auf der Konferenz in Kopenhagen der alljährliche internationale Frauentag beschlossen. In diesen Zusammenhang wurden v.a. von Zetkin wichtige Prinzipien von proletarischer Frauenarbeit aufgestellt, die in der kommunistischen Bewegung diskutiert wurden. Das Ziel war der Aufbau einer starken und revolutionären Frauenbewegung zur Durchsetzung und Aufbau der sozialistischen Gesellschaft. Dies liegt in der Annahme begründet, dass die vollkommene Befreiung der Frau nur durch den Sturz des Kapitalismus und den Aufbau des Kommunismus möglich sei. Ursache der Frauenunterdrückung liege im Privateigentum, das erst den Sklaven und dann die Frau zum Eigentum des Mannes gemacht habe. Im Kapitalismus macht das Privateigentum den Arbeiter und auch die Arbeiterin zum Besitzgegenstand des Kapitalisten. Folglich ist der Kommunismus der einzige Weg der Frauen aus der Abhängigkeit vom Mann und vom Kapitalisten: {{Zitat|1=Solange das Privateigentum weiter besteht, wird alle bürgerliche Frauenrechtlerei nichts an der Tatsache ändern, daß die Frau der breitesten Masse, die Frau des werktätigen Volkes, entweder dank ihre Berufsarbeit ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit vom Mann und von der Familie erlangen kann, aber dann als Ausgebeutete auf Grund der Klassengegensätze unter die Ausbeutung und Knechtschaft eines Kapitalisten und unter die Knechtschaft der ganzen kapitalistischen Gesellschaft gerät, oder aber daß sie als Weib wirtschaftlich abhängig bleibt von der ganzen Familie. [...] Nur die kommunistische Gesellschaft eröffnet auch der Frau als Gleichtberechtigter, Gleichverpflichtender den Weg in die gesellschaftliche Wirtschaft, den Weg zur Betätigung auf allen Gebieten der gesellschaftlichen Kultur.|2=<ref>Zetkin in: Die kommunistische Revolution und die Befreiung der Frauen, S.106.</ref>}} Auf Grund dessen muss das Ziel der proletarischen Frauenbewegung die Überwindung des Kapitalismus und der Aufbau des Kommunismus sein. Dies bedeutet jedoch nicht, dass nicht auch Reformen zur unmittelbaren Verbesserung der Lage der Frauen erkämpft werden sollen, z.B. die Durchsetzung des allgemeinen Wahlrechts, das gleiche Recht auf Bildung, die gleiche Entlohnung von Frauen etc. Zektin sprach sich auch scharf dagegen aus, die Werktätigkeit von Frauen zu reduzieren oder zu unterbinden. Sie sprach sich für die Frauenarbeit aus, um Frauen die wirtschaftliche Unabhängigkeit von ihren Familien und Ehemännern zu ermöglichen. Sie betrachtete es jedoch aus unerlässlichen Schritt, dass die Arbeiterinnen gegen ihre Ausbeutung durch den Kapitalisten kämpfen. In diesem Kampf sei der gemeinsame Zusammenschluss von Arbeiter und Arbeiterinnen, proletarischen Männern und Frauen, notwendige Voraussetzung. Zetkin sprach sich gegen eine Sondervereinigung von Frauen mit Kampf gegen die eigenen Männer aus: {{Zitat|1=Die kommunistische Ordnung, die allein die Frau zu befreien vermag, wird nun und nimmer sein die Frucht des Zusammenwirkens aller Frauen ohne Unterschied der Klassen in einem Kampf für die Beseitigung der Vorrechts- und Vorzugsstellung des Mannes. Der Kommunismus kann nur verwirklicht werden als gemeinsame Kampfestat aller Unterdrückten, aller Ausgebeuteten ohne Unterschied des Geschlechts [...].|2=<ref>Zetkin in: Die kommunistische Revolution und die Befreiung der Frauen, S.106/107.</ref>}} Daher war die Abgrenzung von der bürgerlichen Frauenbewegung ein wichtiges Prinzip, um nicht den Klassencharakter in der Befreiung der Frau zu verschleiern und die bürgerliche Ordnung weiter zu stützen. 1920 verständigten sich Lenin und Zetkin in einem gemeinsamen Gespräch über die weiteren Schritte und die Ausrichtung der kommunistischen Frauenbewegung. Darin betonte Lenin wie wichtig die breiten Frauenmassen für die Durchsetzung und den Aufbau des Kommunismus seien. Er sah es als wichtige Aufgabe der kommunistischen Parteien, eine starke und revolutionäre Frauenbewegung aufzubauen. Ansatzpunkt sollten seiner Position nach die Industriearbeiterinnen sein. Er warnte vor der Gefahr, Frauen mit Themen wie der Sexual- oder Ehefrage zu agitieren, ohne diese marxistisch zu analysieren oder als Teil der großen sozialen Frage zu sehen: {{Zitat|1=Der unlösbare Zusammenhang zwischen der sozialen und menschlichen Stellung der Frau und dem Privateigentum an Produktionsmitteln ist stark herauszuarbeiten. Damit wird die feste, unverwischbare Trennungslinie gegen die Frauenrechtlerei gezogen. Damit ist aber auch die Grundlage gegeben, die Frauenfrage als Teil der sozialen Frage, der Arbeiterfrage aufzufassen und als solche fest mit dem proletarischen Klassenkampf und der Revolution zu verbinden.|2=<ref>Zetkin, Erinnerungen an Lenin, S.78.</ref>}} In der Organisationsform der Frauenbewegung differenzierte Lenin zwischen der kommunistischen Partei und der Massenarbeit. Er fordert die Organisierung von Kommunistinnen in der kommunistischen Partei mit gleichen Rechten und Pflichten wie die der männlichen Genossen. In der Massenarbeit forderte er jedoch eigene Agitationsformen und Organe, um Zugang zu den Frauenmassen zu erhalten. Er begründete das mit der geringen Zahl der organisierten Frauen in den Gewerkschaften und Parteizusammenhängen. Um den Weg zu den Frauen zu finden, ist es wichtig ihre spezifischen Sorgen, Probleme und Nöte aufzugreifen und Forderungen aufzustellen: {{Zitat|1=Aus unserer ideologischen Auffassung ergibt sich das Organisatorische: Keine Sondervereinigung von Kommunistinnen. Wer Kommunistin ist, gehört als Mitglied in die Partei wie der Kommunist. Mit gleichen Pflichten und Rechten. Darüber kann es keine Meinungsverschiedenheiten geben. Jedoch dürfen wir uns einer Erkenntnis nicht verschließen. Die Partei muß Organe haben, Arbeitsgruppen, Komissionen, Ausschüsse, Abteilungen oder wie sonst man sagen mag, deren besondere Aufgabe es ist, die breitesten Frauenmassen zu wecken, mit der Partei zu verbinden und dauernd unter ihrem Einfluß zu halten. Dazu gehört natürlich, daß wir ganz systematisch unter diesen Frauenmassen tätig sind. [...] Wir müssen den Weg zu ihnen suchen, müssen studieren, probieren, um ihn zu finden. Es ist daher auch richtig, dass wir Forderungen zugunsten der Frauen erheben. [...] Unsere Forderungen sind nur praktische Schlußfolgerungen, die wir aus den brennenden Nöten, den schändlichen Demütigungen der Frauen als Schwache und Rechtlose in der bürgerlichen Ordnung ziehen. Wir beweisen dadurch, dass wir diese Nöte kennen und die Demütigungen der Frauen, das Vorrecht des Mannes fühlen. [...] Sie müssen wissen, was für sie die proletarische Diktatur bedeutet: volle Gleichberechtigung mit dem Mann im Gesetz und in der Praxis, in der Familie, im Staat, in der Gesellschaft; Knebelung der Macht der Bourgeoisie.|2=<ref>Zetkin, Erinnerungen an Lenin, S.79-84.</ref>}} Im Anschluss weist Lenin noch darauf hin, dass die Befreiung der Frau neben des revolutionären Kampfes auch die Auseinandersetzung mit dem Mann bedeutet: {{Zitat|1=Unsere kommunistische Arbeit unter den Frauenmassen, unsere politische Arbeit unter ihnen, schließt ein großes Stück Erziehungsarbeit unter den Männern in sich ein. Wir müssen den alten Herrenstandpunkt bis zur letzten, feinsten Wurzel ausrotten – in der Partei und bei den Massen.|2=<ref>Zetkin, Erinnerungen an Lenin, S.86.</ref>}}
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