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==="Hegemoniekrise", "Bewegungs-" und "Stellungskrieg" (Gramsci)=== Antonio Gramscis strategische Überlegungen bauen auf seiner Theorie der "Hegemonie" und des "integralen Staats" auf (siehe dazu: [[Der Klassencharakter des bürgerlichen Staats]]). Die Kernthese seiner Analyse lautet, dass die bürgerliche Herrschaft nicht nur auf Repression, sondern auch auf zahlreichen Mechanismen der Integration, auf der Herstellung von "Konsens", beruht. Die Macht der Bourgeoisie geht demnach nicht nur von den staatlichen Apparaten aus, sondern durchzieht auch die Strukturen der "Zivilgesellschaft". Gramsci spricht von einem System an "Schützengräben", die der "Staatsfestung" vorgelagert sind. Je weiter diese Zivilgesellschaft und die Hegemonie der Bourgeoisie entwickelt sind, desto stabiler ist deren Herrschaft und desto weniger wahrscheinlich wird es, dass sie durch einen schnellen Sieg über den staatlichen Gewaltapparat (z.B. durch einen Aufstand, einen Generalstreik oder einen Staatsstreich) gestürzt werden kann. Gramsci ging davon aus, dass die Oktoberrevolution in Russland so verhältnismäßig schnell siegen konnte, weil die bürgerliche Zivilgesellschaft im rückständigen Russland noch kaum entwickelt war. In den viel weiter entwickelten kapitalistischen Ländern Westeuropas war die bürgerliche Herrschaft durch eine viel stärker ausgeprägte Hegemonie abgesichert - der revolutionäre Sturm auf den Staat musste scheitern. Auf Grundlage dieser historischen Beobachtungen entwickelte Gramsci seine strategisch-taktischen Überlegungen: Notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für das Gelingen einer Revolution war aus Gramscis Sicht das Eintreten einer "Hegemoniekrise". Unter Voraussetzung der stabilen Hegemonie der Bourgeoisie musste die Arbeiterbewegung von der Taktik des "Bewegungs-" (Oktoberrevolution) zu der des "Stellungskriegs" übergehen. [...] '''[Dieser Abschnitt ist noch in Arbeit]''' Gramsci ging keineswegs davon aus, dass die Revolution sich einfach durch den friedlichen Übergang der Hegemonie von der Bourgeoisie auf das Proletariat und ohne Zerschlagung des Staatsapparats vollziehen würde. Tritt eine Hegemoniekrise ein, etwa durch eine tiefe ökonomische Krise oder die Niederlage in einem Krieg, so kommt es zur "Loslösung der zivilen Gesellschaft von der politischen: ein neues Hegemonieproblem ist aufgetreten, das heißt, die historische Basis des Staates hat sich verschoben. Es gibt eine extreme Form politischer Gesellschaft: entweder um gegen das Neue zu kämpfen und das Wankende zu erhalten, indem man es repressiv wiederbefestigt, oder als Ausdruck des Neuen, um die Widerstände zu brechen, auf die es bei seiner Entfaltung trifft, usw." (H. 7, §28, S. 882) Hier beschreibt Gramsci also die zwei möglichen Funktionsweisen der Staatsgewalt in der revolutionären Situation: Entweder der Staatsapparat befindet sich noch in den Händen der Bourgeoisie und sie versucht mit dessen Hilfe ihre Herrschaft zu sichern und die Hegemonie wieder herzustellen, oder das Proletariat hat bereits die Macht übernommen und sich einen eigenen politischen Herrschaftsapparat errichtet, der nun die kapitalistische Gesellschaftsordnung abschafft, die Macht der Bourgeoisie bricht und schließlich die Zivilgesellschaft der neuen ökonomischen Struktur anpasst, d.h. die Hegemonie der Arbeiterklasse herstellt.
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