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==Aktuelle Positionen== ===DKP und VVN=== Die Position der DKP zu breiten Bündnissen ist ein wesentlicher Teil der von ihr vertretenen Antimonopolistischen Demokratie/Strategie (AMD/AMS). Diese besagte schon 1978 folgendes: {{Zitat|1=In unserem Land ist [...] eine solche Polarisierung erfolgt, daß sich die Gesellschaft jetzt deutlicher denn je in zwei Lager teilt. Auf der einen Seite steht eine kleine Gruppe von Konzernherren und Multimillionären. Auf der anderen Seite steht die überwältigende Mehrheit des Volkes, die Arbeiterklasse, die Bauern, die Intelligenz, die lohnabhängigen und die gewerblichen Mittelschichten und sogar kleine und mittlere Unternehmer. All diese Klassen, Schichten und sozialen Gruppen sind der ökonomischen und politischen Herrschaft des Monopolkapitals unterworfen. Aus diesem grundlegenden gesellschaftlichen Gegensatz erwächst die Notwendigkeit und die Möglichkeit des gemeinsamen Handelns der Arbeiterklasse und eines breiten Bündnisses aller nichtmonopolistischen Kräfte. |2=<ref>...</ref>}} Dem Zitat zufolge fordert die DKP also ein breites Bündnis, aufgrund der dargelegten Analyse der Klassen müsse das Bündnis so weit gehen, dass sogar mittlere Unternehmer Teil dieses Bündnisses sein sollten. Abgesehen von der Frage der Bündnispartner muss auch die Auslegung der Bündnisform untersucht werden: Die Antimonopolistische Demokratie sieht eine Übergansetappe vor mit einer Übergangsregierung, welche auf nicht-revolutionärem Wege zustande komme: {{Zitat|1=Dieser Kampf [um eine Wende zu sozialem und demokratischem Fortschritt] kann in antimonopolistische Übergänge einmünden. Voraussetzung dafür ist, dass der antimonopolistische Block über so viel außerparlamentarische Kraft und parlamentarischen Einfluss verfügt, dass er eine die gemeinsamen Interessen vertretende Regierung bilden kann. Gestützt auf starke außerparlamentarische Bewegungen, die Organisationen der Arbeiterbewegung und den Aufbau einer neuen demokratischen Macht können tiefgreifende politische und ökonomische Umgestaltungen eingeleitet werden, in deren Ergebnis die Macht des Monopolkapitals gebrochen wird. Die DKP ist stets davon ausgegangen, dass die antimonopolistische und die sozialistische Umwälzung miteinander verbundene Entwicklungsstadien in dem einheitlichen revolutionären Prozess des Übergangs vom Kapitalismus zum Sozialismus sind. Antimonopolistische Umwälzung bedeutet eine Periode des revolutionären Kampfes, in der noch Elemente des Kapitalismus und schon Keimformen des Sozialismus vorhanden sind. |2= <ref> Programm der Deutschen Kommunistischen Partei. Beschlossen auf der 2. Tagung des 17. Parteitags der DKP, 8. April 2006: S. 32. Online verfügbar unter: http://news.dkp.suhail.uberspace.de/wp-content/uploads/2018/05/DKP-Programm-6.-Auflage-2018.pdf. Zuletzt geprüft am 4.11.2019. </ref>}} Die Strategie der Übergänge wird im Dissens [[Strategie der Übergänge]] explizit untersucht. Der VVN-Vorsitzende und DKP-Mitglied Ulrich Sander begründet diese Annahmen mit Dimitroffs Rede von 1935<ref> Vgl.: Sander, Ulrich: Zum Berliner und Dortmunder Referat von Jürgen Lloyd vom 21. und 25. Mai 2016. 8. Juni 2016. Online verfügbar unter: http://news.dkp.suhail.uberspace.de/2016/06/zum-berliner-und-dortmunder-referat-von-juergen-lloyd-vom-21-und-25-mai-2016/. Zuletzt geprüft am 4.11.2019. </ref> Er begründet damit weiterhin eine Praxis der breiten Bündnisse, im konkreten Fall für das Rot-Rot-Grün ausgerichtete „Aufstehen gegen Rassismus Bündnis“, welches er als sinnvollen antifaschistischen Kampf bewertet.<ref> Ebd.</ref> Zwar gab es Kritik aus Reihen der DKP am Aufruf zum Bündnis, so beispielsweise von Jürgen Lloyd.<ref> Lloyd, Jürgen: Kommunistische Bündnispolitik ausgehend von den Erkenntnissen des VII. Weltkongresses der Kommunistischen Internationale. 7. Juni 2016. Online verfügbar unter: http://news.dkp.suhail.uberspace.de/2016/06/kommunistische-buendnispolitik-ausgehend-von-den-erkenntnissen-des-vii-weltkongresses-der-kommunistischen-internationale/ Zuletzt geprüft am 4.11.2019. </ref> Die DKP unterschrieb den Aufruf des Bündnisses nicht, jedoch rief der Parteivorstand dazu auf, auf regionaler Ebene in den Ortsgruppe des Bündnisses mitzuarbeiten.<ref> Aufstehen gegen Rassismus – Beschluss des Parteivorstands der DKP. 15. Juni 2016. Online Verfügbar unter: http://news.dkp.suhail.uberspace.de/2016/06/aufstehen-gegen-rassismus/, Zuletzt geprüft am: 4.11.2019. </ref> In einer anderen Bündniskonstellation riefen die DKP und „Aufstehen“ Ortsgruppen gemeinsam zur „Aufrüsten statt Abrüsten“- Demonstration auf. Zusätzlich zu den konkreten Bündnissen hielt die DKP schon 1978 fest, dass sowohl Anhängern, als auch Organisationen der Sozialdemokratie kameradschaftlich begegnet werden müsse und eine Zusammenarbeit mit der SPD angestrebt werde: {{Zitat|1=Die DKP erstrebt ein vertrauensvolles, kameradschaftliches Verhältnis zu den Mitgliedern, Anhängern und Organisationen der Sozialdemokratie. Sie tritt, geleitet von den Interessen der Arbeiterklasse, für die Zusammenarbeit mit der SPD ein. |2=<ref> DKP Programm von 1978, S. 259</ref>}} Weiterhin spricht sie von einer Bündelung der „gesellschaftlichen Kräfte weit über die Linke hinaus“: {{Zitat|1=In der vor uns liegenden Etappe kommt es darauf an, gesellschaftliche Kräfte weit über die Linke hinaus im Widerstand gegen die neoliberale Politik zu bündeln. Allianzen verschiedener sozialer und gesellschaftlicher Kräfte, die sich an verschiedenen Fragen immer wieder neu bilden und in denen die Arbeiterklasse die entscheidende Kraft sein muss, sind die Voraussetzung, um die Rechtsentwicklung und den neoliberalen Umbau der Gesellschaft zu stoppen. Wenn aus diesen Allianzen stabile Bündnisbeziehungen und ein fester gesellschaftlicher und politischer Block gegen den Neoliberalismus entwickelt wird, dann können die gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse so verändert werden, dass der Kampf um gesellschaftliche Alternativen eine reale Perspektive bekommt. Ohne antimonopolistische Eingriffe werden entsprechende Reformen und die erforderliche tief greifende Umverteilung des Reichtums von Oben nach Unten, von den privaten Supervermögen in die öffentlichen Haushalte, von den reichen zu den armen Ländern nicht möglich sein. Die DKP hält es für möglich und notwendig, dass im Ergebnis des antimonopolistischen Kampfes solche und andere antimonopolistisch-demokratische Umgestaltungen durchgesetzt werden, die zur Zurückdrängung der Allmacht des Monopolkapitals und zur Erweiterung der Einflussnahme der Arbeiterklasse und ihrer Verbündeten führen und so dazu beitragen können, den Weg für den weiteren Kampf um den Sozialismus freizumachen. |2=<ref>Ebd.</ref> }} Festzuhalten ist also, dass die DKP Bündnisse auf Grundlage der Antimonopolistischen Demokratie/Strategie anstrebt und diese mit dem 7. Weltkongress begründet. Das impliziert eine Zusammenarbeit der Partei mit allen nicht-monopolistischen Schichten. Wesentlich ist die hier angenommene Grundlage, der 7. Weltkongress hätte eine strategische Änderung beschlossen. Die Diskussion um die Entstehung und Aufrechterhaltung dieser Ausrichtung der DKP ist zu untersuchen. ===KAZ=== Eine Gegenstimme zu dieser Deutung der Volks- & Einheitsfrontdebatte auf dem 7. WK als Grundlage der AMS/AMD bildet die KAZ. Ihre Kritik, dargelegt in einem zweiteiligen Artikel, bezieht sich vor allem auf die Übergangsetappe, die die DKP mit der AMS/AMD begründet: An der Revolution mit dem Ziel der proletarischen Diktatur dürfe nicht gerüttelt werden. {{Zitat|1=...|2=...}} Der 7. Weltkongress und seine Festlegungen werden als wegweisend in der ''neuen'' Situation (Machtergreifung des Faschismus) eingeordnet. Letztendlich besteht das Fazit der KAZ darin, es solle immer für konkrete Bewegung eingeschätzt werden was sinnvoll sei. Sie schlussfolgern auch, Kommunisten müssten in Bewegungen agieren. Sie nennen drei Optionen: {{Zitat|1=Wir haben also abzuwägen, ob wir einen solchen Aufruf unterstützen sollen, weil die positive Seite das Übergewicht hat, ob wir ihn bekämpfen müssen, weil die negativen Aspekte überwiegen, oder ob wir die Aktion unterstützen und dabei erklären, was dabei gelernt werden kann. |2= <ref> KAZ-Fraktion: „Ausrichtung Kommunismus”: Der 7. Weltkongress der Kommunistischen Internationalen - ein Schwenk nach rechts?“ (Teil 2), KAZ Nr. 368. </ref>}} ===KKE=== Die KKE spricht von einem gesellschaftlichen Bündnis: {{Zitat|1=Grundlegender Inhalt der Neuformierung der Arbeiterbewegung ist die Vorbereitung und Entwicklung ihrer Fähigkeit, sich im Bündnis mit den Volksschichten der Selbständigen von Stadt und Land der einheitlich ausgearbeiteten Strategie des Kapitals und der kapitalistischen Macht entschlossen und effektiv zu widersetzen. |2= <ref> Politischer Beschluss des 20. Parteitages der KKE, 2.4.2017. Online verfügbar unter: https://inter.kke.gr/de/articles/POLITISCHER-BESCHLUSS-DES-20-PARTEITAGES-DER-KKE/ zuletzt geprüft am 4.11.2019. </ref>}} {{Zitat|1=Das gesellschaftliche Bündnis – wegen ihres Charakters als Bündnis von gesellschaftlichen Bewegungen – ist weder ein Kooperationsprojekt von Parteien, noch eine Form der Kooperation der KKE mit Massenorganisationen. In dem Maß, wie andere politische Kräfte kleinbürgerlichen Charakters sich durch ihre Mitglieder an den Zusammenschlüssen des gesellschaftlichen Bündnisses beteiligen, werden sich im gemeinsamen Kampf mit den Kommunisten unter Bewegungsbedingungen treffen, und dort wird die ideologisch-politische Auseinandersetzung ausgetragen werden. |2= <ref> Ebd. </ref>}} Die Arbeiterbewegung solle sich mit den anderen Unterdrückten Schichten zusammenschließen. Auffällig ist an dieser Stelle im Gegensatz zur DKP, dass die KKE klar von einem „gesellschaftlichen Bündnis“ spricht, und die Partei davon abgrenzt. Stattdessen sei es ein Bündnis von gesellschaftlichen Bewegungen und eben nicht von Parteien. Auch von einer Übergangsregierung ist nicht die Rede. Die KKE spricht zwar von antimonopolistisch, aber immer nur von antimonopolistisch-kapitalistischer Richtung, nie von antimonopolistischer Demokratie. Weiterhin wird die Eigenständigkeit der Partei trotz Bündnissen der Massenorganisationen noch einmal betont: {{Zitat|1=Die organisatorische, ideologische und politische Eigenständigkeit der KKE gilt unter allen Bedingungen und unabhängig von den Formen der Massenorganisierung der Arbeiterklasse und ihres Bündnisses mit den aufständischen armen Bauern und anderen Selbständigen. |2=<ref> Programm der kommunistischen Partei Griechenlands, 11.-14- April 2013, Angenommen vom 19. Parteitag der KKE. Online verfügbar unter: http://de.kke.gr/de/articles/PROGRAMM-DER-MMUNISTISCHEN-PARTEI-GRIECHENLANDS/, zuletzt geprüft am 4.11.2019. </ref>}} Die Eigenständigkeit der Partei zu wahren wird also zur Voraussetzung für Bündnisse gemacht. In Bezug auf die KKE sollte auch ihr Konzept der „Volkskomitees“ als Ausdrucksformen des gesellschaftlichen Bündnisses auf lokaler-territorialer Ebene untersucht werden.
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