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===Die KPD und die Organisierung der Frauen=== Während die Prinzipien der Frauenarbeit bei Zetkin noch relativ allgemein formuliert sind, wird die Organisationsfrage auf dem Vereinigungsparteitag von USPD und KPD im Jahr 1920 konkreter ausgeführt: Für die Agitation der Frauen sollen alle Mittel genutzt werden, die auch sonst für die Agitation des Proletariats genutzt werden (Gewerkschaften, Vereine, Betriebsräte). Dabei ist es jedoch wichtig, die besondere Rolle der Frauen in der Gesellschaft (oft zurückgezogener und weniger am gesellschaftlichen Leben teilnehmend) zu berücksichtigen. Eine spezifische Organisation nur für Frauen in der Partei wird abgelehnt, um die einheitliche Linie der Partei beizubehalten. Für neue Frauen werden jedoch spezielle Frauenabend als Bildungsveranstaltungen vorgeschlagen, um den politischen Rückstand vieler Frauen schneller auszugleichen. Es wird betont, dass Frauenarbeit die Arbeit der ganzen Partei sein muss. Um diese besser zu koordinieren und zu planen, wird ein Frauensekretariat eingerichtet, da für die Erstellung von Material und die Ausbildung von Frauen zuständig ist. Es gilt jedoch: {{Zitat|1=Frauenarbeit ist nicht Arbeit der Frauen der Partei, sondern Arbeit der Partei unter den indifferenten Frauen. Demgemäß müssen alle Parteiorgane, welche speziellen Aufgaben sie auch haben, bei allein ihren Maßnahmen immer berücksichtigen, ob sie geeignet sind, die Frauen des Proletariats mit zu mobilisieren.|2=<ref>Müller, Joachim (Hrsg.), Dokumente der revolutionären Arbeiterbewegung zur Frauenfrage, S.99.</ref>}} Auf dem 11. Parteitag der KPD im Jahr 1927 wurde die Arbeit in den Frauenmassen noch genauer bestimmt und an den Leitlinien der Bolschewisierung der KPD ausgerichtet. Die Resolution hält fest, dass die Arbeit bisher nicht so erfolgreich verlaufen ist wie gewünscht und mehr Aufmerksamkeit verdient. Besonders betont wird die ökonomische Bedeutung der Frauen, die für die Kapitalisten ein Ersatzheer darstellen und immer wieder als Spaltungsinstrument eingesetzt werden (aufgrund des geringeren Lohnes). Die Resolution legt fest, dass alle Parteiorgane für das Thema der Frauenarbeit verantwortlich sind. Dafür wird in jedem Organ eine Frauenabteilung eingerichtet (z.B. im ZK, in der Bezirksleitung, in der Stadtteilleitung, in den Betriebszellen etc.) Diese Abteilungen sind dafür zuständig, die Arbeit der einzelnen Organe auf die Frauenarbeit hin zu überprüfen. Sondervereinigungen von Frauen innerhalb der Partei werden abgelehnt, in der Massenarbeit erscheinen sie jedoch sinnvoll, um an der besonderen Lage der Frauen anzuknüpfen. Als wichtigstes Gremium hierbei sollen die Frauendelegiertenversammlungen dienen, bei denen gewählte Frauen aus den Stadtteilen, Betriebe, Erwerbslosenzellen zusammenkommen und über ihre gemeinsame Lage beraten und Bildung von Frauen organisieren. Ziele der Frauenarbeit sind u.a. Einbeziehen in die alltägliche Arbeit in der Partei und im Betrieb, Mobilisierung der erwerbslosen Frauen, Beteiligung am Kampf gegen den Imperialismus. Die KPD stellt die Forderung an die Parteimitglieder in ihrer Arbeit stets als Vorbild und überzeugenste Kraft aufzutreten, um so Einfluss auf die Frauenmassen auszuüben. Auch wenn die Arbeit unter den Frauen Rücksicht auf die besonderen Ausgangsbedingungen nehmen soll, wird immer wieder betont, dass sie ein Teil der allgemeinen Arbeit im Proletariat ist. Dies wurde auch so in den ''Richtlinien für die Arbeit unter den Frauen'' 1925 verfasst: {{Zitat|1=Die Arbeit unter den Frauen, die sich in ihren Grundprinzipien von den allgemeinen Arbeit unter dem Proletariat nicht unterscheidet, nimmt eine etwas unterschiedliche Form an und wird nach besonderen Methoden durchgeführt, weil die Arbeiterinnen einerseits aus den Fabriken und Betrieben einer schärferen Ausbeutung durch die Kapitalisten unterworfen sind und weil sie andererseits durch das Familienleben gefesselt werden. Grundaufgabe der kommunistischen Parteien ist die Erfassung der Massen der Arbeiterinnen durch ihre Hineinziehung in den aktiven Kampf für die Diktatur des Proletariats.|2=<ref>Zentrale der KPD (Hrsg.), Richtlinien für die Arbeit unter den Frauen, 1925, Buchdruckerei Berlin, S. 4.</ref>}} Diesen Entwicklungen waren Diskussionen vorausgegangen: Auf dem Treffen der ''Erweiterten Exekutive der Kommunistischen Internationalen'' (EKKI) im Jahr 1926 kam es zu einer Debatte um die Haltung der kommunistischen Parteien zu bereits vorhandenen Frauenorganisationen. Gemeinsame Haltung war die Position, dass es innerhalb der Partei keine Sondervereinigung von Frauen geben soll. Zektin spricht sich jedoch dafür aus, nicht nur die von der Partei geführten und kontrollierten Delegiertenversammlungen zu initiieren, sondern auch auf die außerparteilichen Frauenorganisationen einzuwirken: {{Zitat|1=Heute sind diese Frauenmillionen überwiegend in rein bürgerlichen, in den schärfsten gegnerischen Organisationen zusammengeschlossen. Wir müssen den Kampf um die Seele, um den Geist, um das Herz, um die Energie, die Tat dieser Frauen aufnehmen. Deshalb können wir nicht mit einer vornehm-grundsätzlichen Handbewegung an den Nur-Frauenorganisaitonen vorübergehen, sondern wir müssen danach streben, daß wir durch unsere Fraktionen in ihnen arbeiten, um die wachsenden organisierten Frauenmassen an uns zu reißen. Zu diesem Zwecke müssen wir die bestehenden Frauenorganisationen ausnützen.|2=<ref>Zetkin, Clara; in EKKI, Protokoll 1926, S.547.</ref>}} Dem entgegen vertraten die Genossen Kasparowa und Kuusina die Auffassung, dass der Fokus auf die Frauendelegiertenversammlungen, die direkt unter dem Kommando der Partei standen, liegen solle. Nur so sei klassenkämpferische Arbeit unter den Arbeiterinnen möglich. In außerparteilichen Vereinen versammelten sich eher Hausfrauen und bürgerliche Frauen, die nicht die erste Zielgruppe der Kommunisten zum derzeitigen Zeitpunkt sein sollten: {{Zitat|1=Unsere Hauptaufgabe, der Schwerpunkt unserer Arbeit, ist die Arbeit in den Fabriken und Betrieben, unter den Proletarierinnen und erst in zweiter Linie kommt die Arbeit der Beeinflussung der kleinbürgerlichen Frauenmassen. [...] Wir können auch auf die Organisation der Mittelschichten unsere Aufmerksamkeit legen. Sie dürfen nicht für sich organisiert werden, sondern [...] durch die Einrichtung von Frauenabteilungen und Frauensektionen, die von einem Zentrum aus geleitet werden.|2=<ref>Kasparowa, in EKKI, Protokoll 1926, S.551-552</ref>}} Auch Kuusinen spricht sich für die vorrangige Arbeit der Frauendelegiertenversammlungen aus und gegen eine Bildung von Frauenorganisationen ohne spezifischen Zweck.
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