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Kader- oder Massenpartei
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== Aktuelle Positionen== ===Kommunistische Partei als Kaderpartei und Vortrupp der Arbeiterklasse (Vertreter: KKE)=== Im Statut der KKE finden sich viele Aussagen, wie sie in den Leitsätzen und Bedingungen der KI formuliert wurden. Die KKE spricht sowohl von Mitgliedern, die strenge Pflichten haben, und Kadern in ihren Statut. Die KKE vertritt die Auffassung einer kommunistische Partei als Vortrupp der Arbeiterklasse: {{Zitat|1=Statut der KKE, EINFÜHRUNG a. Die KKE ist die Partei der Arbeiterklasse, ihre bewusst organisierte ideologisch-politische Vorhut, ihre höchste Organisationsform. [...] ARTIKEL 1 Struktur und Arbeitsweise der KKE basieren auf dem Prinzip des demokratischen Zentralismus, der ein unersetzlicher Bestandteil ihres revolutionären Charakters ist. Demokratischer Zentralismus bedeutet innerparteiliche Demokratie, zentralisierte Führung, einheitliches Handeln bei der Umsetzung von Entscheidungen mit bewusster Disziplin. [...] Die Hauptelemente des demokratischen Zentralismus sind: A) Zusammenführung der Tätigkeit und Tätigkeit aller Parteiorganisationen unter einem einzigen führenden Zentrum, dem Zentralkomitee, das in der Zeit zwischen den Kongressen das höchste führende Organ ist. B) dass Entscheidungen höherer Leitungsorgane von niedrigeren Organen, Parteiorganisationen und Parteimitgliedern umgesetzt werden müssen. C) Bewusste Parteidisziplin, bei der sich die Minderheit der Mehrheit unterwirft. Im Falle von Meinungsverschiedenheiten sind diejenigen, die nicht einverstanden sind, verpflichtet, die von der Mehrheit getroffene Entscheidung bedingungslos umzusetzen.|2=<ref> Statut der Kommunistischen Partei Griechenland, online verfügbar: [https://inter.kke.gr/en/articles/STATUTES-OF-THE-KKE/] </ref>}} Zur Aufnahme von Neumitgliedern wird gesagt: {{Zitat|1=KAPITEL II - PARTEIMITGLIEDER: VERPFLICHTUNGEN UND RECHTE - ARTIKEL 5 Mitglied der KKE kann jeder Mann und jede Frau über 18 Jahre sein, die das Programm und die Satzung der KKE anerkennt, einer ihrer Organisationen angehört und in dieser arbeitet und ihre Beiträge regelmäßig zahlt.[...] ARTIKEL 6 [...] a) Neue Mitglieder werden nur auf individueller Basis in die Partei aufgenommen. Menschen, die Mitglied der Partei werden wollen, müssen zunächst Kandidatenmitglied werden. Diese Probezeit dauert ein Jahr. b) Der Beitritt eines Kandidaten zur Partei erfordert die Empfehlung von zwei ordentlichen Parteimitgliedern, die den Kandidaten seit mindestens einem Jahr kennen müssen. Die Parteimitglieder, die die Empfehlungen abgeben, sind der Partei gegenüber für ihren Vorschlag verantwortlich. Der Beitritt zur Partei wird von der Versammlung der PBO beschlossen und vom unmittelbar übergeordneten Organ spätestens innerhalb von 2 Monaten ratifiziert.[...] c) Ehemalige Parteimitglieder, die aus der Partei ausgeschlossen oder aus ihr ausgetreten sind, können wieder aufgenommen werden, sofern das Regionalkomitee den Beginn des Verfahrens genehmigt; es folgt eine besondere Prüfung und Beschlussfassung durch die Generalversammlung der PBO mit einer erhöhten Mehrheit von 4/5 der anwesenden Mitglieder und die endgültige Ratifizierung durch das höhere Organ mit einer ähnlichen Mehrheit. |2=<ref> Statut der Kommunistischen Partei Griechenland, online verfügbar: [https://inter.kke.gr/en/articles/STATUTES-OF-THE-KKE/] </ref>}} Im selben Artikel unter Punkt g) wird der Begriff „Kader“ und im Artikel 14 der Begriff „Berufskader“, neben dem des Mitglieds, aufgeführt: {{Zitat|1= g) Parteimitglieder, die von einer Organisation in den Tätigkeitsbereich einer anderen Organisation wechseln, müssen ihre ursprüngliche Organisation rechtzeitig informieren und den Übergang zu der Organisation, zu der sie gehen, sicherstellen. Der Versetzung von Parteimitgliedern ist ein Vermerk mit der Stellungnahme des leitenden Organs über ihre Tätigkeit in der Organisation, der sie früher angehörten, beigefügt. Die Versetzung von Kadern bedarf der Zustimmung des entsprechenden leitenden Organs. Der Abschluss des Transferverfahrens wird von den leitenden Organen und dem Sekretariat des CC innerhalb von 2 Monaten überwacht.[...] ARTIKEL 14 Das Zentralkomitee ist das führende Organ der Partei zwischen den Kongressen: [...] f) Es ratifiziert die Anzahl und Zusammensetzung der Berufskader in der Partei auf Vorschlag des Politischen Büros und des Sekretariats. |2=<ref> Statut der Kommunistischen Partei Griechenland, online verfügbar: [https://inter.kke.gr/en/articles/STATUTES-OF-THE-KKE/] </ref>}} Die Ausführungen zu Rechten und Pflichten der Mitglieder sind ausführlich und eng (im Sinne von „streng“), dargelegt. Kriterien wie sie in der Position der Bolschewiki als Bedingung der Aufnahme formuliert wurden, finden sich wieder: {{Zitat|1=ARTIKEL 8 Die Parteimitglieder haben die folgenden Verpflichtungen: [...] * Mitglied ihrer Gewerkschaft oder einer anderen gesellschaftlichen Massenorganisation zu sein und an vorderster Front in diesen Organisationen zu stehen, basierend auf der politischen Linie der Partei. * Rizospastis, Communist Review und andere Parteipublikationen zu studieren und zu verbreiten, um ihre Politik und Ideologie darzulegen und sie gegen Verzerrungen, Verleumdungen, Antikommunismus und ungerechte Kritik zu verteidigen. Um das Wissen über die marxistisch-leninistische Weltanschauung zu bewahren und die ideologische, bildungspolitische und politische Ebene zu verbessern, damit sie in der Lage sind, ihre Vorhutrolle konsequent zu erfüllen; um konsequent zu kämpfen; um entschlossen und kompromisslos gegen bürgerliche Ideologie und die bürgerliche Politik zu kämpfen, sowie gegen jede Form von Abweichung von der Theorie des Marxismus-Leninismus, gegen den Opportunismus. [...] * Die Partei vor Angriffen von Gegnern aller Art zu schützen und eine revolutionäre Wachsamkeit zu entwickeln. Die Ideale und Ziele der Partei überall, immer und unter allen Umständen und ohne Zugeständnisse zu verteidigen. Die Partei in ihrer praktischen Arbeit, bei Verhören, vor Gericht und im Gefängnis zu schützen und die Werte und den edlen Titel des Mitglieds der KKE zu verteidigen. |2=<ref> Statut der Kommunistischen Partei Griechenland, online verfügbar: [https://inter.kke.gr/en/articles/STATUTES-OF-THE-KKE/] </ref>}} ===Kaderpartei als historische Besonderheit (Vertreter: Willi Gerns, DKP)=== In der DKP wird das Prinzip der Kaderpartei als historisch begründet im Zarismus und seine Anwendung als Ausnahmeerscheinung in Situationen des verschärften Klassenkampf verstanden. So schreibt der Parteitheoretiker Willi Gerns in seinem Artikel zur Leninschen Parteikonzeption, dass seine Vorstellungen einer Kaderorganisation zu den „russischen Besonderheiten“ gehöre: {{Zitat|1=So geht es z.B. bei der Anfang des Jahrhunderts entwickelten Vorstellung, der zu Folge die Partei erstens aus einer Organisation von Berufsrevolutionären und zweitens aus breiten Organisationen der Arbeiter bestehen soll 1), eindeutig um die Bedingungen der Illegalität im zaristischen Rußland.|2=<ref> Willi Gerns, Zur leninschen Parteikonzeption, Marxistische Blätter 05/2012</ref>}} In den ''Beschlüssen des 22. Parteitages der DKP'' wird der Charakter als Kaderpartei negativ – da sie der flexiblen Verbindung mit den Massen entgegenstehe –, als derjenige welcher in Ausnahmesituationen angenommen werden soll, beschrieben: {{Zitat|1=Elemente des subjektiven Faktors im Klassenkampf sind neben der Kampfkraft der Gewerkschaften und dem einigen Handeln der Arbeiterbewegung der politische und kulturelle Einfluss und die organisatorische Kraft der kommunistischen Partei. Zwingende Voraussetzungen dafür sind ihre ideologische Festigkeit, ihre Fähigkeit zur schöpferischen Weiterentwicklung des Marxismus-Leninismus, ihre starke Verankerung in der Arbeiterklasse und in der Gesellschaft sowie ihr einheitliches Handeln. Die DKP setzt sich zum Ziel, sich zu einer solchen kommunistischen Partei zu entwickeln. Ob und inwieweit es der kommunistischen Partei möglich ist, sich in offener und freier politischer Auseinandersetzung flexibel mit den Massen zu verbinden oder ob sie gezwungen ist, zeitweise als Kaderorganisation zu arbeiten, hängt jeweils von der Härte des Klassenkampfs und der Fähigkeit des Klassengegners ab, die Arbeiterbewegung zu unterdrücken.|2=<ref> Beschluss des 22. Parteitages der DKP ‘‘Die Offensive des Monopolkapitals stoppen...‘‘ , in: DKP Informationen Nr. 3/2018, S.19; online verfügbar: [http://news.dkp.suhail.uberspace.de/wp-content/uploads/2018/03/DKP-Info-2018_03_22.-PT_Beschl%C3%BCsse.pdf ]</ref>}} Im Schlusskapitel (''IV. Die Stärkung der DKP'') der ''Beschlüsse'' wird der Begriff "Kaderpartei" ein zweites Mal aufgeführt und zum Ausdruck gebracht, dass kein Widerspruch darin bestehe beides zu sein, sogleich Kader- als auch Massenpartei. Des weiteren wird hier der Begriff des Kaders eingeführt: {{Zitat|1=Um ihre Aufgabe zu erfüllen, braucht die Partei kommunistische Kader. Kader- und Massenpartei stehen nicht im Widerspruchsverhältnis, sondern in einem dialektischen Zusammenhang.|2=<ref>Ebd., S.24</ref>}} Im Statut der DKP fehlen die Begriffe Kader oder Kaderpartei. Zu den Pflichten der Mitglieder im Artikel 2 wird ausgesagt: {{Zitat|1=Jedes Mitglied hat die Pflicht, am Leben und der Arbeit seiner Parteigruppe – das ist in der Regel die Parteigruppe im Betrieb, in dem es arbeitet, in der Hochschule, in der es studiert bzw. beruflich tätig ist, oder im Wohngebiet, in dem es lebt – entsprechend seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten teilzunehmen, die in den programmatischen Dokumenten festgelegten und von Parteitagen beschlossenen Ziele zu unterstützen sowie die Beschlüsse der Partei anzuerkennen und nach Kräften bei ihrer Umsetzung mitzuwirken. Jedes Mitglied soll sich Kenntnisse des wissenschaftlichen Sozialismus aneignen, die Publikationen der Partei, insbesondere die Zeitung der Partei, lesen und verbreiten und die materiellen Grundlagen der Partei durch Beitragszahlung gemäß der Beitrags- und Finanzordnung der DKP und das Aufbringen von Spenden sichern helfen. Jedes Mitglied hat die Pflicht, sich in seiner politischen Tätigkeit und durch sein persönliches Verhalten gegen soziale Unterdrückung und Ausbeutung, gegen Diskriminierung von Frauen, gegen Diskriminierung von Minderheiten, gegen Rassismus sowie gegen solche Verhältnisse aktiv zur Wehr zu setzen, in denen ,der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist‘ (Karl Marx).|2=<ref> Statut der DKP, (2013), online verfügbar: [http://blog.unsere-zeit.de/wp-content/uploads/2019/05/DKP-Statut-2018.pdf ]</ref>}} Im Artikel 3 (''Innerparteiliche Demokratie – Entscheidungsprozesse und Beschlüsse'') wird über die Beschlussfindung und ihrer Verbindlichkeit folgendes ausgesagt: {{Zitat|1=Wichtige politische Entscheidungen und längerfristige Handlungsorientierungen, die von Vorständen und Parteikonferenzen beschlossen werden, müssen das Ergebnis der Diskussion der Parteimitglieder sein. Wenn es die aktuelle politische Auseinandersetzung oder die Notwendigkeit politischen Eingreifens erfordern, haben Vorstände und Parteikonferenzen das Recht zur Beschlussfassung ohne vorherige Diskussion der Mitglieder. Die spätere Begründung ist zwingend erforderlich. Wenn trotz gründlicher Diskussion der Mitglieder keine breite Übereinstimmung erreicht wird, aber Entscheidungen politisch zwingend sind, sind Mehrheitsbeschlüsse unvermeidlich und bindend. Beschlüsse dürfen die freie wissenschaftliche Debatte zur Erarbeitung neuer Erkenntnisse nicht behindern.|2=<ref> Statut der DKP, ebenda </ref>}} Ebenso beschäftigt sich Artikel 4 (''Parteigliederungen'') mit der Verbindlichkeit von Beschlüssen: {{Zitat|1=Die Beschlüsse von Parteikonferenzen (Parteitag, Bezirks- bzw. Landesdelegiertenkonferenz, Kreisdelegiertenkonferenz bzw. Kreismitgliederversammlung) sind Grundlage der Politik der Partei und für alle jeweiligen Untergliederungen verbindlich. Beschlüsse der jeweils höheren Parteiorgane (Parteivorstand, Bezirks und/ oder Landesvorstand, Kreisvorstand), die die Politik der Partei auf der jeweiligen Ebene betreffen, sind für die nachfolgenden Parteigliederungen verbindlich, soweit sie nicht dem Grundsatz der demokratischen Wahlen von unten nach oben entgegen stehen.|2=<ref>Statut der DKP, ebenda </ref>}} ===Aufbau eines breiten Mitgliederstammes (Vertreter: Partei der Arbeit Belgiens, PTB-PVDA)=== Die ehemals maoistische Partei der Arbeit Belgiens (PTB-PVDA) hat seit einigen Jahren einen rasanten Wandel erfahren. Sie hat verschieden Formen von Mitgliedschaften eingeführt und sieht darin ein, den Verhältnissen entsprechendes, adäquates Herangehen um die Massen der ArbeiterInnen zu erreichen und zu organisieren. Die unterste Form der Mitgliedschaft sieht explizit nicht vor schon bewußte und geschulte Marxisten aufzunehmen. So führte Ihr Vertreter auf dem internationalen Treffen der Kommunistischen und Arbeiterparteien in Izmir im Oktober 2019 aus: {{Zitat|1=Entscheidend für die Entwicklung unserer Partei als glaubwürdige Alternative ist die Erneuerung der Partei seit 2008. [...] Unsere Partei hat verschiedene Stufen der Mitgliedschaft. Die breiteren Schichten der Mitglieder sind vielleicht nicht bewusste und geschulte Marxisten, aber sie erhalten ihre politische Bildung vor allem durch Aktionen und Kampagnen. Im Jahr 2014 hatte unsere Partei 7.600 Mitglieder, heute haben wir mehr als 18.000. Dieser breite Mitgliederkreis hat es uns ermöglicht, in vielen Gemeinden neue lokale Sektionen zu entwickeln, aber auch eine größere Präsenz in den Fabriken, in Arbeitervierteln, unter Gewerkschaftern, [...] Was es uns wiederum ermöglicht, breitere Kreise von Menschen zu erreichen, denen wir zuhören, mit denen wir diskutieren, die wir überzeugen und einbeziehen können.|2=<ref>Rede der PTB-PVTB auf dem 21. IMCWP in Izmir/Türkei, Oktober 2019, online verfügbar: [http://www.solidnet.org/article/21-IMCWP-Contribution-of-WP-of-Belgium/] </ref>}}
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