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== Der bürgerliche Staat als „ideeller Gesamtkapitalist“ == ''' Schlagworte ''' Ideeller Gesamtkapitalist, bürgerlicher Staat, Fabrikgesetze ''' Annahme 1 ''' * Staat = Ausschuss, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der Bourgeoisie verwaltet * Staat = organisierte Gewalt der herrschenden Klasse Im ''Kommunistischen Manifest'' von 1848 bestimmten Marx und Engels den bürgerlichen Staat: {{Zitat|seit der Herstellung der großen Industrie und des Weltmarktes [erkämpfte die Bourgeoisie sich] im modernen Repräsentativstaat die ausschließliche politische Herrschaft. <br /> Die moderne Staatsgewalt ist nur ein Ausschuß, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der ganzen Bourgeoisklasse verwaltet. […] Die politische Gewalt im eigentlichen Sinn ist die organisierte Gewalt einer Klasse zur Unterdrückung einer anderen.| Marx, Karl/ Engels, Friedrich, Manifest der Kommunistischen Partei (1848), in: Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Marx-Engels-Werke (MEW) Bd. 4, Berlin/DDR 1972, S.464/482.}} ''' Annahme 2 ''' * Staat = organisierte Gesamtmacht der besitzenden Klassen * Staat = Gesamtkapitalist Inhaltlich deckt sich diese Definition des Staates als „Ausschuss“ zur Regelung der „gemeinschaftlichen Geschäfte“ der Bourgeoisie mit der späteren Formulierung von Engels, in der er den bürgerlichen Staat als „Gesamtkapitalisten“ bezeichnete: {{Zitat|Der Staat ist nichts als die organisierte Gesamtmacht der besitzenden Klassen, der Grundbesitzer und Kapitalisten gegenüber den ausgebeuteten Klassen, den Bauern und Arbeitern. Was die einzelnen Kapitalisten […] nicht wollen, das will auch ihr Staat nicht. Wenn also die einzelnen Kapitalisten die Wohnungsnot zwar beklagen, aber kaum zu bewegen sind, ihre erschreckendsten Konsequenzen oberflächlich zu vertuschen, so wird der Gesamtkapitalist, der Staat, auch nicht viel mehr tun. Er wird höchstens dafür sorgen, daß der einmal üblich gewordene Grad oberflächlicher Vertuschung überall gleichmäßig durchgeführt wird.| Engels, Friedrich, Zur Wohnungsfrage (1872-1873), in: Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Marx-Engels-Werke (MEW) Bd. 18, Berlin/DDR 1973, S.257-258.}} ''' Annahme 3 ''' * Der Staat schützt die kapitalistische Produktionsweise sowohl gegen Arbeiter als auch gegen einzelne Kapitalisten Laut Engels setzt der „ideelle Gesamtkapitalist“ sein Interesse mit Hilfe der Staatsmacht nicht nur gegenüber dem Proletariat, sondern auch gegenüber einzelnen Kapitalisten durch: {{Zitat|Und der moderne Staat ist wieder nur die Organisation, welche sich die bürgerliche Gesellschaft gibt, um die allgemeinen äußern Bedingungen der kapitalistischen Produktionsweise aufrechtzuerhalten gegen Übergriffe, sowohl der Arbeiter wie der einzelnen Kapitalisten. Der moderne Staat, was auch seine Form, ist eine wesentlich kapitalistische Maschine, Staat der Kapitalisten, der ideelle Gesamtkapitalist.| Engels, Friedrich: Anti-Dühring (1877), in: Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Marx-Engels-Werke (MEW) Bd. 20, Berlin/DDR 1962, S. 260.}} ''' Annahme 4 ''' * Die Länge des Arbeitstags bedarf einer Beschränkung, welche sich die Kapitalistenklasse nur mittels des Staates als ganze auferlegen kann * Der Staat reguliert Arbeitslohn und Länge des Arbeitstags * Rolle des Staates in der ursprünglichen Akkumulation Marx zeigte in ''Das Kapital'' (Band 1) anhand konkreter Beispiele, dass der „ideelle Gesamtkapitalist“ die langfristigen Interessen der gesamten Bourgeoisie auch gegen die unmittelbaren Partikularinteressen einzelner Kapitalisten vertreten und durchsetzen muss – um nicht die Reproduktion des Kapitals und der Gesellschaft insgesamt zu gefährden: {{Zitat|[Die englischen Factory Acts] zügeln den Drang des Kapitals nach maßloser Aussaugung der Arbeitskraft durch gewaltsame Beschränkung des Arbeitstags von Staats wegen, und zwar von Seiten eines Staats, den Kapitalist und Landlord beherrschen. Von einer täglich bedrohlicher anschwellenden Arbeiterbewegung abgesehn, war die Beschränkung der Fabrikarbeit diktiert durch dieselbe Notwendigkeit, welche den Guano auf die englischen Felder ausgoß. Dieselbe blinde Raubgier, die in dem einen Fall die Erde erschöpft, hatte in dem andren die Lebenskraft der Nation an der Wurzel ergriffen. Periodische Epidemien sprachen hier ebenso deutlich als das abnehmende Soldatenmaß in Deutschland und Frankreich.| Marx, Karl: Das Kapital (1867), in: Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Marx-Engels-Werke (MEW) Bd. 23, Berlin/DDR 1968, S. 253.}} {{Zitat|Die aufkommende Bourgeoisie braucht und verwendet die Staatsgewalt, um den Arbeitslohn zu „regulieren", d.h. innerhalb der Plusmacherei zusagender Schranken zu zwängen, um den Arbeitstag zu verlängern und den Arbeiter selbst in normalem Abhängigkeitsgrad zu erhalten. Es ist dies ein wesentliches Moment der sog. ursprünglichen Akkumulation.| Marx, Karl: Das Kapital (1867), in: Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Marx-Engels-Werke (MEW) Bd. 23, Berlin/DDR 1962, S. 765-766.}} ''' Annahme 5 ''' * Der Staat baut und verwaltet die für die Akkumulation nötige Infrastruktur Der „ideelle Gesamtkapitalist“ tritt ab einer bestimmten Entwicklungsstufe des Kapitalismus nicht mehr nur als Gesetzgeber und Exekutivgewalt auf, sondern auch als konkrete ökonomische Macht, die z.B. Investitionen tätigt, die für die Reproduktion des Kapitals insgesamt unentbehrlich sind: {{Zitat|Manche dieser Produktions- und Verkehrsmittel sind von vornherein so kolossal, daß sie, wie die Eisenbahnen, jede andre Form kapitalistischer Ausbeutung ausschließen. Auf einer gewissen Entwicklungsstufe genügt auch diese Form nicht mehr: der offizielle Repräsentant der kapitalistischen Gesellschaft, der Staat, muß ihre Leitung übernehmen. Diese Notwendigkeit der Verwandlung in Staatseigentum tritt zuerst hervor bei den großen Verkehrsanstalten: Post, Telegraphen, Eisenbahnen.| Engels, Friedrich: Anti-Dühring (1877), in: Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Marx-Engels-Werke (MEW) Bd. 20, Berlin/DDR 1975, S. 259.}}
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