Jump to content
Main menu
Main menu
move to sidebar
hide
Navigation
Main page
Recent changes
Random page
Help about MediaWiki
Special pages
BolscheWiki
Search
Search
Appearance
Create account
Log in
Personal tools
Create account
Log in
Pages for logged out editors
learn more
Contributions
Talk
Editing
Dissens Dialektischer Determinismus
(section)
Page
Discussion
English
Read
Edit
View history
Tools
Tools
move to sidebar
hide
Actions
Read
Edit
View history
General
What links here
Related changes
Page information
Appearance
move to sidebar
hide
Warning:
You are not logged in. Your IP address will be publicly visible if you make any edits. If you
log in
or
create an account
, your edits will be attributed to your username, along with other benefits.
Anti-spam check. Do
not
fill this in!
===Kausalität und Teleologie=== Bezogen auf die Kausalität tritt nach Korch der Indeterminismus auf, wenn irgendeine Form der Akausalität oder eine bedingte Gültigkeit der Kausalität behauptet wird. Die Teleologie ist eine solche Form des Indeterminismus, da sie nicht auf einem echten Kausalitätsprinzip beruhe <ref>Korch, H. (1961). Bemerkungen zum Begriff des Determinismus. Deutsche Zeitschrift für Philisophie(7/1961), S. 799</ref>. Das Philosophische Wörterbuch beschreibt die Teleologie als eine idealistische Lehre, welche eine der materiellen Welt vorgegebene geistige Zweckbestimmtheit annimmt. Dadurch wird die Beschaffenheit und Entwicklung der Wirklichkeit nicht kausal, sondern final, als das Ergebnis einer immateriellen zwecksetzenden Idee aufgefasst. Die Teleologie tritt dabei in verschiedenen Formen auf. In der transzendentalen Teleologie wird die Zweckmäßigkeit in der materiellen Welt von außen durch Immaterielles gesetzt. In Abgrenzung dieser Auffassung verlegt die immanente Teleologie die Zwecke in die Dinge selbst. Den Dingen wird dabei irrationales willensmäßiges Streben nach bestimmten Zielen (Finalität) zugeschrieben. Die Scholastik, als dritte Form der Teleologie, leitet die Zweckmäßigkeit aus der Allwissenheit Gottes ab. Die göttliche Zweckmäßigkeit ist auf den Menschen als höchstes irdisches Wesen bezogen <ref>Klaus, G., & Buhr, M. (1975). Philosophisches Wörterbuch. Leipzig: VEB Bibliographisches Institut, S. 1216</ref>. Hans Heinz Holz schreibt zur Teleologie: {{Zitat |Die Fundierung der »geistigen« Wirklichkeit Sinn auf materielle Verhältnisse nimmt die Vorgänge der Sinnstiftung, der sinngerichteten Tätigkeit, der sinnvollen Absicht aus der Bindung an die Zweisubstanzenlehre heraus. Der Sinn-Bezug ist nicht eine wunderbare und autonome Qualität der res cogitans, sondern wird in den Reflexionsprozessen des innerweltlich Seienden generiert; nicht parthenogenetisch, sondern als reflexives Verhalten zu einer reflexiven Beziehung. In allen autopoietischen Systemen oder Gebilden kommen Tätigkeiten vor, die wir als sinnvolle Vollzüge bezeichnen müssen, lange bevor wir von bewußter Sinngebung sprechen. Es gibt ein Übergangsfeld, in dem zielgerichtetes Verhalten durch (materielle) Streuungsprozesse in Gang gesetzt und geregelt wird (und von Termini wie Ziel und Verhalten sollte man ohne jeden Anthropomophismus sprechen, also dabei nicht an Absicht und Willenshandlung denken). Seit wir dies wissen und im Modell simulieren können, ist der Begriff Teleologie von seinen theologischen (oder mindestens idealistischen) Konnotationen befreit. Wir brauchen nicht mehr an einen Urheber oder Schöpfer des Sinns zu denken, sondern können von Sinn als einer Relationskategorie sprechen, die einen bestimmten Typus rückgekoppelter Wechselwirkung bezeichnet. […] [D]ie »Entmythologisierung des Teleologie-Begriffs gehört zum Programm einer materialistischen Dialektik«.| <ref>Holz, H. H. (2005). Weltentwurf und Reflexion. Versuch einer Grundlegung der Dialektik. Stuttgart/Weimer: J.B. Metzer, S. 400</ref>}} Die Teleologie begründet sich nach Holz aus der Entstehung von immer neuen objektiven Möglichkeiten und relativer Bedeutung im unendlichen Wechselwirkungsprozess. Die Abbildung von wechselwirkenden Substanzen führt zu einem Zustand, in welcher das einzelne als Mittel zur Bestimmung des Zustandes aller anderen Erscheinungen führt und zu einer Realisierung von Möglichkeiten für das gesamte Verhältnis der Teile. Dies bilde für Holz die Grundlage dafür, in Veränderungen Richtungstendenzen (dieser Veränderung) auszumachen. Das wäre, was mit Teleologie materialistisch gemeint sein könnte <ref>ebd., S.409</ref>. Diese oberflächliche Beschreibung wird H.H. Holz nicht gerecht und muss weiter präzisiert werden. Seine Charakterisierung der Teleologie fällt zusammen mit seiner Ausarbeitung der Metaphysik. An dieser Stelle bleibt die Frage offen, ob die Beschreibung von Holz dasselbe darstellt, was im Philosophischen Wörterbuch durch die immanente Teleologie dargestellt wird.
Summary:
Please note that all contributions to BolscheWiki may be edited, altered, or removed by other contributors. If you do not want your writing to be edited mercilessly, then do not submit it here.
You are also promising us that you wrote this yourself, or copied it from a public domain or similar free resource (see
My wiki:Copyrights
for details).
Do not submit copyrighted work without permission!
Cancel
Editing help
(opens in new window)
Search
Search
Editing
Dissens Dialektischer Determinismus
(section)
Add topic