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=== Aktuelle Organisationsformen der Frauenbewegung: Leitlinien fĂŒr die Massenarbeit unter den Frauen versus eigenstĂ€ndige Frauenstrukturen innerhalb der Organisation === In vielen politischen Organisationen haben sich separate Frauenstrukturen herausgebildet, wie z.B. in der ''Interventionistischen Linken'' (IL). Die IL begrĂŒndet die GrĂŒndung einer eigenen Frauengruppe innerhalb ihrer Struktur damit, dass die alltĂ€gliche Arbeit von Frauen nicht gesehen und abgewertet wird. Die Frauen benötigen eigene Strukturen, um ihrer BedĂŒrfnisse durchsetzen zu können und sich frei von der mĂ€nnlichen Dominanz entwickeln zu können. {{Zitat|1=Diese Dynamiken wirken auch in der radikalen Linken. Auch hier mĂŒssen wir stĂ€ndig darum kĂ€mpfen, mit unseren Arbeiten anerkannt und wertgeschĂ€tzt zu werden, auch hier erfahren wir sexualisierte Gewalt, Slutshaming und andere Frauenfeindlichkeit. Ob es die fehlende Anerkennung unserer emotionalen Arbeit ist, oder auch ânurâ, dass wir wieder einmal darum kĂ€mpfen mĂŒssen, dass das Persönliche politisch ist und bleibt. Immer wieder ist Feminismus dann gerade doch nicht so wichtig, immer wieder wird emotionale Arbeit auf eine kleine Befindlichkeitsrunde verschoben und selbst diese muss oft verteidigt werden. Dort, wo wir es geschafft haben, ertrĂ€gliche ZustĂ€nde zu erkĂ€mpfen, sind diese stĂ€ndig in Gefahr, durch andere politische Projekte und vermeintliche SachzwĂ€nge wieder verdrĂ€ngt zu werden. Eigentlich mĂŒssten wir zu jedem Treffen, zu jeder Vollversammlung, zu jeder Aktion Tomaten mitnehmen, um den historischen Tomatenwurf zu wiederholen. Dieser stĂ€ndige Kampf ist anstrengend und er ist der Grund, warum wir uns entschieden haben, ihm in Zukunft viel weniger Raum einzurĂ€umen.|2=<ref>IL: https://blog.interventionistische-linke.org/feminismus/frauen-ihr-seid-nicht-allein </ref>}} Hier wird bereits deutlich, dass der Klassenstandpunkt nicht mehr vorkommt und folglich auch der gemeinsame Kampf gegen den Kapitalismus und fĂŒr die Befreiung der gesamten Arbeiterklasse nicht mehr das Ziel ist, sondern das Streben nach individueller Entfaltung im Vordergrund steht. Diese wird jedoch nicht mal kollektiv mit den mĂ€nnlichen Genossen entwickelt, sondern in Sonderstrukturen. Auch im ''Kommunistischen Aufbau'' (KA) hat sich im April eine eigene Frauengruppe, ''Kommunistische Frauen'' (KF), herausgebildet. Dem liegt die theoretische Annahme zugrunde, dass Frauenarbeit die Zerschlagung des Patriachats bedeute (s.o. unter 3.1) und sich die Frauen nur selbst befreien könnten. Dies wird mit der Grundannahme von Marx und Engels begrĂŒndet, dass auch die Arbeiter sich nur selbst befreien können. Der KA fasst die Frauen als eigene Bezugsgruppe auf, die neben der allgemeinen Arbeiterklasse eine Sonderstellung haben. BegrĂŒndet wird die GrĂŒndung der KF auĂerdem mit der freien Entfaltung und Entwicklung von Frauen. Der KA versucht ebenfalls ein GrundverstĂ€ndnis der kommunistischen Frauenarbeit zu formulieren, welches jedoch sehr allgemein bleibt: {{Zitat|1=Die UnterdrĂŒckten auf dieser Welt können sich nur selber befreien. Sie mĂŒssen sich ihre Freiheit erkĂ€mpfen, denn die UnterdrĂŒcker werden ihre Privilegien nicht einfach so hergeben. Karl Marx und Friedrich Engels haben es richtig gesagt: âDie Befreiung der Arbeiterklasse muss das Werk der Arbeiterklasse selbst seinâ. So ist es auch bei den Frauen. Wer, wenn nicht die Frauen selbst, sollen sie befreien? Kommunistische Frauenarbeit bedeutet, einen Ort zu schaffen, an dem FrauensolidaritĂ€t entwickelt und gelebt wird. FrauensolidaritĂ€t bedeutet fĂŒr uns, dass wir hinter unseren Genossinnen stehen und gemeinsam, Schulter an Schulter einen Kampf gegen das Patriarchat fĂŒhren. Im Kampf gegen das Patriarchat wollen wir als undurchdringliche Front stehen und kein versöhnlerisches Verhalten an den Tag legen.|2=<ref>KA: https://komaufbau.org/resolution-kommunistische-frauenarbeit-entwickeln/ </ref>}} {{Zitat|1=Durch eine eigenstĂ€ndige Frauenorganisation haben wir die Möglichkeit sicherzustellen, dass unsere Meinung innerhalb der Struktur der Organisation gehört und vertreten wird. Wir kommen damit unseren Aufgaben und Zielen, der Befreiung der Frau, nĂ€her. [...] Mit der kommunistischen Frauenorganisation haben die Frauen ein Mittel an der Hand, welches dieses Ziel in der Struktur der Organisation verankert und in besonderem MaĂe ein Schritt dazu ist, heute schon das Patriarchat, innerhalb und auĂerhalb unserer Organisationen,zu bekĂ€mpfen. Sie wird den wertvollen Standpunkten der Frauen der Organisation Gewicht verleihen, die sonst aufgrund der gegebenen patriarchalen Strukturen im Kapitalismus, unter denen jede kommunistische Organisation derzeit entsteht und arbeitet, weniger Gehör finden.|2=<ref>KA: https://komaufbau.org/gruendungserklaerung-kommunistische-frauen/ </ref>}} In diesen Positionen wird die Ausrichtung auf spezifische Strukturen der Frauenarbeit innerhalb der Organisationen deutlich, die in klarem Widerspruch zur Vorstellung der KPD stehen, keine Sondervereinigungen von Frauen in der Partei zu schaffen. Vorrangiges Ziel der Frauenarbeit ist auch die Zerschlagung des Patriachats und nicht die des Kapitalismus. Frauen werden neben der Arbeiterklasse als eigene Bezugsgruppe, wenn nicht sogar Klasse, angesehen und nicht als Teil von ihr. Ein weiterer Fall von eigenstĂ€ndigen Frauenorganisationen ist das BĂŒndnis ''Frauenstreik'' zum internationalen Frauentag am 8. MĂ€rz. Hier wurden alle Frauen aufgefordert, ihre Arbeit niederzulegen, um auf die Situation von Frauen aufmerksam zu machen. Der Streik forderte in erster Linie Frauen auf, ihre Arbeit niederzulegen. Der Streik ist ein BĂŒndnis verschiedener feministischer Gruppen und hat keine direkte Verankerung in der Gewerkschaft. Es handelte sich dabei also um keinen organisierten Streik von Arbeiterinnen, sondern um ein loses BĂŒndnis. In den Forderungen findet man keine Bezugnahme zum Kapitalismus, sondern ausschlieĂlich konkrete Forderungen im Bezug auf Sexismus, Rechtsruck der Gesellschaft, Ăkologie, Flucht und Krieg. {{Zitat|1=Diese Forderungen sind erst der Anfang. Wir fordern Frauen*, Inter-, Trans-, nicht-binĂ€re und queere Menschen auf ihre Stimme zu erheben und ihre eigenen Forderungen zu Ă€uĂern. Wir wollen einen grundsĂ€tzlichen gesellschaftlichen Wandel, in dem wir nicht unterdrĂŒckt oder ausgebeutet werden, wir stehen zusammen und lassen uns nicht spalten!|2=<ref>Frauenstreik: https://frauenstreik.org/forderungen/ </ref>}} Das trotzkistische Netzwerk marx21 bezieht sich durchwegs positiv auf den nationalen und internationalen Frauenstreik der letzten Jahre. Es sieht den Streik zwar noch als symbolischen Akt an, der aber mithilfe der Gewerkschaften zu einer wirksamen Waffe werden soll. Als positive Beispiele werden der Streik der Reinigungsbranche, der Kita-BeschĂ€ftigen oder der Krankenpflegerinnen genannt. Aufgabe des Netzwerks soll es sein, auf die unterschiedlichen Bewegungen zuzugreifen und hineinzuwirken: {{Zitat|1=Die neue Frauenbewegung kann gewinnen. [...] Die Mobilisierungen von Millionen von Frauen in den letzten Jahren machen Mut. Denn diese Bewegung hat das Potential, den spaltenden Gegensatz zwischen âIdentitĂ€tspolitikâ und âKlassenpolitikâ zu ĂŒberwinden. Daran können wir heute anknĂŒpfen, indem wir uns als Linke am Aufbau der neuen Frauenbewegung beteiligen und so den Kampf fĂŒr soziale, politische und ökonomische Gleichheit neuen Schwung geben.|2=<ref>Marx21, Welcher Feminismus?, Magazin fĂŒr internationalen Sozialismus, 01/2019, S.31. </ref>}} Marx21 fordert also nicht den Aufbau von Massenarbeit unter den Frauen durch die kommunistische Partei, sondern eine Beteiligung an vorhandenen Bewegungen und Strömungen. Die ''Sozialistische Alternative'' (SAV) sieht dies Ă€hnlich und fordert in der Frauenfrage die Orientierung auf die Partei ''Die Linke'': {{Zitat|1=Die SAV tritt innerhalb der Gewerkschaften, Bewegungen und der Partei DIE LINKE dafĂŒr ein, dass der Kampf gegen neoliberale Politik mit dem Kampf gegen FrauenunterdrĂŒckung verbunden wird und dafĂŒr ein gemeinsamer Kampf von Arbeitern und Arbeiterinnen nötig ist.|2=<ref>SAV: https://www.sozialismus.info/2010/03/13580/ </ref>}} Diesen Positionen entgegen spricht sich die KKE fĂŒr eine von der kommunistischen Partei formulierte Massenarbeit unter den Frauen aus, die jedoch erst noch entwickelt werden muss. Die Kommunistinnen der KKE sind jedoch seit einigen Jahren bereits in der OGE (''Greeks WomenÂŽs Federation'') aktiv. Bellou schreibt dazu: {{Zitat|1=Die Schlussfolgerung, zu der wir gekommen sind, ist, dass die radikale Frauenbewegung notwendig ist, um die Beteiligung von Frauen an den sozialen KĂ€mpfen zu erhöhen. Sie kann zu ihrer Beteiligung an der Arbeits- und Gewerkschaftsbewegung beitragen, weil sie vor allem zur Spezialisierung von Forderungen beitragen kann, die den BedĂŒrfnissen von Frauen der Arbeiterklasse entsprechen. Das Gleiche gilt fĂŒr selbstĂ€ndige Frauen, Bauern und ihren gemeinsamen Kampf im Rahmen des VolksbĂŒndnisses. [...] Es ist ein Thema fĂŒr kommunistische Frauen, die Beziehung zwischen der Partei und der Bewegung zu verstehen, um bei der Ăberwindung von Problemen wie âwo sollten Frauen organisiert werden, im Frauenverband, in der Gewerkschaft oder in der Parteiâ zu helfen?|2=<ref>Bellou, Eleni; https://www.iccr.gr/en/news/The-class-character-of-the-women-question-and-its-development.-The-responsibilities-of-the-CPs-for-the-emancipation-of-women/ Ăbersetzung KO.</ref>}} Dennoch wird klar, dass die Frage der Organisierung der Frauen noch nicht ausreichend beantwortet ist. Ausschlaggebend sollen dabei die Genossinnen und FunktionĂ€rinnen sein, die ihre eigene Lebenslage verallgemeinern und von dieser ausgehend konkrete Schritte und Forderungen ableiten sollen. Hauptziel der Frauenarbeit soll immer die Ăberwindung des Kapitalismus sein: {{Zitat|1=Die Unklarheiten ĂŒber die Notwendigkeit und den Inhalt der speziellen Parteiarbeit bei den Frauen und der AktivitĂ€t der Kommunistinnen in der radikalen Frauenbewegung mĂŒssen unter der Verantwortung der leitenden Organe ĂŒberwunden werden. Diese Frage betrifft vor allem die FunktionĂ€rinnen, die ihre eigene Lebenshaltung verallgemeinern und dabei die frauenspezifischen objektiven Schwierigkeiten, die die politische und soziale AktivitĂ€t der Frauen, sogar auch einiger Mitglieder der Partei und der KNE einschrĂ€nken, unterschĂ€tzen. Das VerstĂ€ndnis fĂŒr das Wesen der Frauenfrage ist erforderlich, um der Notwendigkeit der Entwicklung der Bewegung fĂŒr die Gleichberechtigung und die Emanzipation der Frauen aus der Arbeiterklasse und den anderen Volksschichten bewusst zu werden. Gleichzeitig ist es erforderlich, die FĂ€higkeit aller Parteimitglieder zu erweitern, Frauen, Arbeiterinnen, Angestellte, arbeitslose Frauen, SelbststĂ€ndige, BĂ€uerinnen, junge WerktĂ€tige, MĂŒtter, Studentinnen, Migrantinnen, Rentnerinnen, aber auch vom Arbeitsprozess ausgeschlossene Frauen, beispielsweise die Hausfrauen, zu erreichen. Ziel bleibt die Verbesserung des Anteils der Frauen unter den Parteimitgliedern, der heute weder dem Frauenanteil an der Gesamtbevölkerung, noch an der erwerbstĂ€tigen Frauenbevölkerung entspricht. Dieses Ziel muss bestimmte Bezirksparteiorganisationen ganz besonders beschĂ€ftigen, bei denen die Zusammensetzung, was den Frauenanteil betrifft, weit unter dem Landesdurchschnitt liegt.|2=<ref> KKE: http://de.kke.gr/de/articles/POLITISCHER-BESCHLUSS-DES-20-PARTEITAGES-DER-KKE/ </ref>}}
Summary:
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