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Notwendigkeit und Zufall
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===Notwendigkeit=== Materialismus bedeutet die Notwendigkeit der Natur anzuerkennen und die Notwendigkeit des Denkens aus dieser abzuleiten. {{Zitat |Die Notwendigkeit der Natur anerkennen und aus ihr die Notwendigkeit des Denkens ableiten ist Materialismus. Die Ableitung der Notwendigkeit, Kausalität, Gesetzmäßigkeit usw. aus dem Denken ist Idealismus.| (Lenin, Wladimir Iljitsch, Materialismus und Empiriokritizismus, Lenin-Werke, Band 14, S.162)}} Die Welt ist als ein Komplex von Prozessen zu fassen, in welcher die Dinge eine ununterbrochene Veränderung des Werdens und Vergehens durchmachen. In der Welt setzt sich bei aller scheinbaren Zufälligkeit und trotz momentanen Rückläufigkeit eine fortschreitende Entwicklung durch. {{Zitat |Der große Grundgedanke, daß die Welt nicht als ein Komplex von fertigen Dingen zu fassen ist, sondern als ein Komplex von Prozessen, worin die scheinbar stabilen Dinge nicht minder wie ihre Gedankenabbilder in unserm Kopf, die Begriffe, eine ununterbrochene Veränderung des Werdens und Vergehens durchmachen, in der bei aller scheinbaren Zufälligkeit und trotz aller momentanen Rückläufigkeit schließlich eine fortschreitende Entwicklung sich durchsetzt - dieser große Grundgedanke ist, namentlich seit Hegel, so sehr in das gewöhnliche Bewußtsein übergegangen, daß er in die-ser Allgemeinheit wohl kaum noch Widerspruch findet.| (Engels, Friedrich, Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie, MEW Band 21, S.293)}} Alle gewonnen Erkenntnis ist notwendig beschränkt. Sie ist durch die Umstände unter denen sie gewonnen wurde bedingt. Auffassung der unüberwindlichen Gegensätzlichkeit von Wahr und Falsch, Gut und Schlecht, Identisch und Verschieden, Notwendig und Zufällig ist metaphysisch. Diese Gegensätze haben nur eine relative Gültigkeit. So setzt sich das behauptete Notwendige durch lauter Zufälligkeiten zusammen und das angeblich Zufällige ist die Form, hinter der sich die Notwendigkeit verbirgt. {{Zitat |Geht man aber bei der Untersuchung stets von diesem Gesichtspunkt aus, so hört die Forderung endgültiger Lösungen und ewiger Wahrheiten ein für allemal auf; man ist sich der notwendigen Beschränktheit aller gewonnenen Erkenntnis stets bewußt, ihrer Bedingtheit durch die Umstände, unter denen sie gewonnen wurde; aber man läßt sich auch nicht mehr imponieren durch die der noch stets landläufigen alten Metaphysik unüberwindlichen Gegensätze von Wahr und Falsch, Gut und Schlecht, Identisch und Verschieden, Notwendig und Zufällig; man weiß, daß diese Gegensätze nur relative Gültigkeit haben, daß das jetzt für wahr Erkannte seine verborgene, später hervortretende falsche Seite ebensogut hat wie das jetzt als falsch Erkannte seine wahre Seite, kraft deren es früher für wahr gelten konnte; daß das behauptete Notwendige sich aus lauter Zufälligkeiten zusammensetzt und das angeblich Zufällige die Form ist, hinter der die Notwendigkeit sich birgt -und so weiter.| (Engels, Friedrich, Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie, Band MEW 21, S.293f.)}} Die Menschen machen ihre Geschichte selbst. Allerdings nicht mit einem Gesamtwillen und nach einem Gesamtplan. Die Bestrebungen der Menschen durchkreuzen sich und in allen solchen Gesellschaften herrscht ebendeswegen die Notwendigkeit. Ihre Ergänzung und Erscheinungsform ist die Zufälligkeit. Die Notwendigkeit welche sich durch alle Zufälligkeiten in der Geschichte durchsetzt, ist die ökonomische. Hier zeigt sich die Bedeutung der sogenannten großen Männer. Das ein solcher und gerade dieser in einer bestimmten Zeit in einem gegebenen Land aufsteht, ist reiner Zufall. Wird dieser allerdings weggelassen, so gibt es die Nachfrage nach Ersatz. Dieser Ersatz findet sich auf die Dauer. {{Zitat |Die Menschen machen ihre Geschichte selbst, aber bis jetzt nicht mit Gesamtwillen nach einem Gesamtplan, selbst nicht in einer bestimmt abgegrenzten gegebenen Gesellschaft. Ihre Bestrebungen durchkreuzen sich, und in allen solchen Gesellschaften herrscht ebendeswegen die Notwendigkeit, deren Ergänzung und Erscheinungsform die Zufälligkeit ist. Die Notwendigkeit, die hier durch alle Zufälligkeit sich durchsetzt, ist wieder schließlich die ökonomische. Hier kommen dann die sogenannten großen Männer zur Behandlung. Daß ein solcher und grade dieser zu dieser bestimmten Zeit in diesem gegebenen Lande aufsteht, ist natürlich reiner Zufall. Aber streichen wir ihn weg, so ist Nachfrage da für Ersatz und dieser Ersatz findet sich, tant bien que mal, aber er findet sich auf die Dauer.| (Engels, Friedrich, Brief an W. Borgius in Breslau,. MEW Band 39, S.206)}} Notwendigkeit heißt hier, dass eine Entwicklung nur so und nicht anders verlaufen kann. Notwendige Entwicklung findet statt unabhängig vom Bewusstsein der Individuen. Weil in der Geschichte der menschlichen Gesellschaft gesetzmäßige Entwicklung sich unabhängig von Bewusstsein durchsetzt, erscheint sie als Zufälligkeit. Die Gesetze der Entwicklung können erkannt / entdeckt werden. {{Zitat |Nun aber erweist sich die Entwicklungsgeschichte der Gesellschaft in einem Punkt als wesentlich verschiedenartig von der der Natur. In der Natur sind es - soweit wir die Rückwirkung der Menschen auf die Natur außer acht lassen-lauter bewußtlose blinde Agenzien, die aufeinander einwirken und in deren Wechselspiel das allgemeine Gesetz zur Geltung kommt. Von allem, was geschieht - weder von den zahllosen scheinbaren Zufälligkeiten, die auf der Oberfläche sichtbar werden, noch von den schließlichen, die Gesetzmäßigkeit innerhalb dieser Zufälligkeiten bewährenden Resultaten -, geschieht nichts als gewollter bewußter Zweck. Dagegen in der Geschichte der Gesellschaft sind die Handelnden lauter mit Bewußtsein begabte, mit Überlegung oder Leidenschaft handelnde, auf bestimmte Zwecke hinarbeitende Menschen; nichts geschieht ohne bewußte Absicht, ohne gewolltes Ziel. Aber dieser Unterschied, so wichtig er für die geschichtliche Untersuchung namentlich einzelner Epochen und Begebenheiten ist, kann nichts ändern an der Tatsache, daß der Lauf der Geschichte durch innere allgemeine Gesetze beherrscht wird. Denn auch hier herrscht auf der Oberfläche, trotz der bewußt gewollten Ziele aller einzelnen, im ganzen und großen scheinbar der Zufall. Nur selten geschieht das Gewollte, in den meisten Fällen durchkreuzen und widerstreiten sich die vielen gewollten Zwecke oder sind diese Zwecke selbst von vornherein undurchführbar oder die Mittel unzureichend. So führen die Zusammenstöße der zahllosen Einzelwillen und Einzelhandlungen auf geschichtlichem Gebiet einen Zustand herbei, der ganz dem in der bewußtlosen Natur herrschenden analog ist. Die Zwecke der Handlungen sind gewollt, aber die Resultate, die wirklich aus den Handlungen folgen, sind nicht gewollt, oder soweit sie dem gewollten Zweck zunächst doch zu entsprechen scheinen, haben sie schließlich ganz andre als die gewollten Folgen. Die geschichtlichen Ereignisse erscheinen so im ganzen und großen ebenfalls als von der Zufälligkeit beherrscht. Wo aber auf der Oberfläche der Zufall sein Spiel treibt, da wird er stets durch innre verborgne Gesetze beherrscht, und es kommt nur darauf an, diese Gesetze zu entdecken.| (Engels, Friedrich, Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie, MEW Band 21, S.296f)}} Die Naturnotwendigkeit ist das Primäre und der Wille und das Bewusstsein des Menschen das Sekundäre. {{Zitat |Engels nimmt die Einsicht und den Willen des Menschen einerseits, die Naturnotwendigkeit anderseits und sagt einfach statt jeder Bestimmung, statt jeder Definition, daß die Naturnotwendigkeit das Primäre, der Wille und das Bewußtsein des Menschen das Sekundäre sind. Die letzteren müssen sich unvermeidlich und notwendig der ersteren anpassen;| (Lenin, Wladimir Iljitsch, Materialismus und Empiriokritizismus, Lenin-Werke Band 14, S.185)}} Es gibt keinen Zweifel an der "blinden Notwendigkeit", also einer vom Menschen nicht erkannten. {{Zitat |Drittens gibt es für Engels keinen Zweifel an der Existenz der „blinden Notwendigkeit". Er erkennt die Existenz einer von dem Menschen nicht ''erkannten'' Notwendigkeit an.| (Lenin, Wladimir Iljitsch, Materialismus und Empiriokritizismus, Lenin-Werke Band 14, S.186)}} Produktionsverhältnisse sind bestimmte, notwendige, von Willen der Menschen unabhängige Verhältnisse und bilden dadurch die ökonomische Basis. {{Zitat |In der gesellschaftlichen Produktion ihres Lebens gehen die Menschen bestimmte, notwendige, von ihrem Willen unabhängige Verhältnisse ein, Produktionsverhältnisse, die einer be-stimmten Entwicklungsstufe ihrer materiellen Produktivkräfte entsprechen. Die Gesamtheit dieser Produktionsverhältnisse bildet die ökonomische Struk-tur der Gesellschaft, die reale Basis, worauf sich ein juristischer und politischer Überbau erhebt, und welcher bestimmte gesellschaftliche Bewußtseinsformen entsprechen. Die Produktionsweise des materiellen Lebens bedingt den sozialen,politischen und geistigen Lebensprozeß überhaupt. Es ist nicht das Be-wußtsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewußtsein bestimmt. Auf einer gewissen Stufe ihrer Entwick-lung geraten die materiellen Produktivkräfte der Gesellschaft in Widerspruch mit den vorhandenen Produktionsverhältnissen oder, was nur ein juristischer Ausdruck dafür ist, mit den Eigentumsverhältnissen, innerhalb deren sie sich bisher bewegt hatten. Aus Entwicklungsformen der Produktivkräfte schlagen diese Verhältnisse in Fesseln derselben um. Es tritt dann eine Epoche so-zialer Revolution ein. Mit der Veränderung der ökonomischen Grundlage wälzt sich der ganze ungeheure Überbau langsamer oder rascher um.| (Marx, Karl, Zur Kritik der Politischen Ökonomie; MEW Band 13, Seite 8f)}} Verschiedene Bedürfnismassen brauchen quantitative und qualitative Masse der gesellschaftlichen Gesamtarbeit. Daraus folgt die Notwendigkeit der Verteilung der Gesamtarbeit. Historisch kann nur die gesellschaftliche Form geändert werden, worin sich die Gesetzte durchsetzen. {{Zitat |Ebenso weiß es, daß die den verschiednen Bedürfnismassen entsprechenden Massen von Produkten verschiedne und quantitativ bestimmte Massen der gesellschaftlichen Gesamtarbeit erheischen. Daß diese Notwendigkeit der Verteilung der gesellschaftlichen Arbeit in bestimmten Proportionen durchaus nicht durch die bestimmte Form der gesellschaftlichen Produktion aufgehoben, sondern nur ihre Erscheinungsweise ändern kann, ist seif-evident. Naturgesetze können überhaupt nicht aufgehoben werden. Was sich in historisch verschiednen Zuständen ändern kann, ist nur die Form, worin jene Gesetze sich durchsetzen. Und die Form, worin sich diese proportioneile Verteilung der Arbeit durchsetzt in einem Gesellschaftszustand, worin der Zusammenhang der gesellschaftlichen Arbeit sich als Privataustausch der individuellen Arbeits-produkte geltend macht, ist eben der Tauschwert dieser Produkte.| (Marx, Karl, Brief an Ludwig Kugelmann in Hannover, MEW Band 32, Seite 552f)}}
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