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===Zufall=== Auch in der Geschichte herrscht auf der OberflĂ€che - trotz bewusst gewollter Ziele aller Einzelnen - im groĂen und ganzen scheinbar der Zufall. Das Gewollte geschieht nur selten. Meistens durchkreuzen und widerstreiten sich die vielen gewollten Zwecke, oder die Zwecke sind von vorneherein undurchfĂŒhrbar, oder die Mittel unzureichend. Die ZusammenstöĂe der vielen Einzelwillen und Einzelhandlungen fĂŒhren auf dem Gebiet der Geschichte zu einem Zustand, welcher jenem der bewusstlosen Natur analog ist. {{Zitat |Denn auch hier [in der Geschichte] herrscht auf der OberflĂ€che, trotz der bewuĂt gewollten Ziele aller einzelnen, im ganzen und groĂen scheinbar der Zufall. Nur selten geschieht das Gewollte, in den meisten FĂ€llen durchkreuzen und widerstreiten sich die vielen gewollten Zwecke oder sind diese Zwecke selbst von vornherein undurchfĂŒhrbar oder die Mittel unzureichend. So fĂŒhren die ZusammenstöĂe der zahllosen Einzelwillen und Einzelhandlungen auf geschichtlichem Gebiet einen Zustand herbei, der ganz dem in der bewuĂtlosen Natur herrschenden analog ist.| (Engels, Friedrich, Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie, MEW Band 21, S.296f)}} In der Metaphysik sind Prozesse immer entweder ZufĂ€llig oder Notwendig aber nie beides zugleich. Der mechanische Determinismus leugnet ZufĂ€lle, aber erkennt ihn in der Praxis in jedem besonderen Fall. Das ZufĂ€llige hat einen Grund, weil es zufĂ€llig ist, und ebenso sehr auch keinen Grund, weil er zufĂ€llig ist; das ZufĂ€llige ist notwendig; die Notwendigkeit bestimmt sich selbst als ZufĂ€lligkeit -andrerseits ist die ZufĂ€lligkeit vielmehr die absolute Notwendigkeit. {{Zitat |Ein andrer Gegensatz, in dem die Metaphysik befangen ist, ist der von ZufĂ€lligkeit und Notwendigkeit. Was kann sich schĂ€rfer widersprechen als diese beiden Denkbestimmungen? Wie ist es möglich, daĂ beide identisch seien, daĂ das ZufĂ€llige notwendig und das Notwendige ebenfalls zufĂ€llig sei? Der gemeine Menschenverstand und mit ihm die groĂe Menge der Naturforscher behandelt Notwendigkeit und ZufĂ€lligkeit als Bestimmungen, die einander ein fĂŒr allemal ausschlieĂen. Ein Ding, ein VerhĂ€ltnis, ein Vor-gang ist entweder zufĂ€llig oder notwendig, aber nicht beides. Beide bestehn also nebeneinander in der Natur; diese enthĂ€lt allerlei GegenstĂ€nde und VorgĂ€nge, von denen die einen zufĂ€llig, die andern notwendig sind und wobei es nur darauf ankommt, die beiden Sorten nicht miteinander zu ver-wechseln. [...] GegenĂŒber beiden Auffassungen [metaphysiche und mechanistisch-determinische] tritt Hegel mit den bisher ganz unerhörten SĂ€tzen, daĂ das ZufĂ€llige einen Grund hat, weil es zufĂ€llig ist, und ebensosehr auch keinen Grund hat, weil es zufĂ€llig ist; daĂ das ZufĂ€llige notwendig ist, daĂ die Notwendigkeit sich selbst als ZufĂ€lligkeit bestimmt, und daĂ andrerseits diese ZufĂ€lligkeit vielmehr die absolute Notwendigkeit ist (»Logik«, II, Buch III, 2: »Die Wirklichkeit«). Die Naturwissenschaft hat diese SĂ€tze einfach als paradoxe Spielereien, als sich selbst widersprechenden Unsinn links liegenlassen und ist theoretisch verharrt einerseits in der Gedankenlosigkeit der Wolffschen Metaphysik, nach der etwas entweder zufĂ€llig ist oder notwendig, aber nicht beides zugleich; oder andrerseits im kaum weniger gedankenlosen mechanischen Determinismus,der den Zufall im allgemeinen in der Phrase wegleugnet, um ihn in der Praxis in jedem besondern Fall anzuerkennen.| (Engels, Friedrich, Dialektik der Natur Notizen und Fragmente, MEW Band 20, Seite 486 f)}}
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